Wiki-Leaks hat seine Informationen nicht von Russland erhalten

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Wiki-Leaks hat seine Informationen nicht von Russland erhalten
Datum: 06.01.2017 - 09:02 Uhr

Seit Monaten tobt ein medialer Kampf um die Hintergründe der Hacker-Angriffe auf den Server der Demokratischen Partei der USA während der heißen Phase des Wahlkampfs um das Präsidentenamt des Landes. Die Veröffentlichungsplattform »Wiki-Leaks« hatte in dieser Zeit zahlreiche Mails von Hillary Clinton und ihres Wahlkampfmanagers John Podesta publiziert, aus denen deutlich die zumindest diskutablen Machenschaften Clintons hervorgingen. So wurde unter anderem deutlich, auf welche abgefeimte Art und Weise Clinton ihren parteiinternen Konkurrenten Bernie Sanders ausmanövrierte.

Letztlich scheiterte Clinton mit ihrer millionenschwere Kampagne im Kampf um das Weiße Haus nicht zuletzt daran, dass die Wähler sie als unglaubwürdig, charakterschwach und geldgierig halten. Weil dieser Eindruck möglicherweise durch die veröffentlichten Dokumente befeuert wurde, sucht die Demokratische Partei seit Monaten nach einem Verantwortlichen. Der in wenigen Tagen von Donald Trump abgelöst werdende Präsidente Obama erneuert in unschöner Regelmäßigkeit seine unbelegten Vorwürfe, dass Russland für die Hacker-Angriffe verantwortlich sei.

Dieser Aussage widerspricht Wiki-Leaks Gründer Julien Assange in einem Interview mit »foxnews«. Um die Podesta-Mails zu hacken bedurfte es keiner Profis. »Die hätte ein 14-Jähriger knacken können«, sagte Assange in dem Interview. Podesta selbst hatte wenige Tage vor der heißen Wahlkampfphase in einem Gespräch lauthals kundgetan, dass sein Passwort das Wort "password" sei. Dass, so Assange, und die Tatsache, dass Podesta auf sogenannte Phising-Mails antwortete, das Schutzsystems seines Rechners also extreme Lücken aufwies, hätte es selbst einem Kind ermöglicht, den Zugang zu hacken.

Sven von Storch

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