Wieder schwere Verluste für Selenskij im Donbas
Wieder schwere Verluste für Selenskij im Donbas
Datum: 30.05.2024 - 08:46 Uhr
Kurzer Rückblick: nach den Ereignissen auf dem Maidan in Kiew zum Jahreswechseln 2013/2014 und dem anschließenden Sturz der ukrainischen Regierung, erklärten sich die überwiegend von einer russischstämmigen Bevölkerung bewohnten Regionen Luhansk und Donezk nach einer Volksabstimmung im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen zu selbständigen Republiken. In diesen Tagen vor zehn Jahren überfiel die Nationalarmee der Ukraine seine beiden nahezu verteidigungslosen Nachbarstaaten und okkupierte weite Teile der beiden Länder. Im Februar 2022 entsandte der russische Präsident Putin seine Armee, um den bedrängten Menschen in Luhansk und Donezk zur Seite zu stehen. Seitdem reiht sich für die ukrainische Armee eine Niederlage an die nächste, große Abschnitte der einst besetzten Gebiete haben sie bereits räumen müssen.
Doch obwohl Selenskijs Soldaten in den vergangenen 24 Stunden in allen Abschnitten der Hauptkampflinie wieder schwere Verluste hinnehmen musste, weigert der sich, endlich Gespräche über Waffenstillstandsverhandlungen anzustreben. Stattdessen versucht er, eine angebliche Friedenskonferenz in der Schweiz einzuberufen. Allerdings ist kein Vertreter Russlands zu dieser Konferenz eingeladen. Da stellt sich doch die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Unterfangens, wenn einer der Hauptprotagonisten gar nicht erst zu Wort kommen soll.
Irgendwie erinnert das dunkel an die Pariser Vorortverträge nach dem Großen Krieg, bei denen auch die Vertreter einiger Länder nicht zu Wort kommen durfte. Einen Unterschied aber gibt es: die, über deren Köpfe hinweg damals in den Pariser Vororten entschieden wurde, konnten sich nicht wehren. Im Donbas sitzt Russland deutlich am längeren Hebel.
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