Wieder Lebenslauf eines Politikers der Linken fehlerhaft
Wieder Lebenslauf eines Politikers der Linken fehlerhaft
Datum: 15.12.2016 - 12:45 Uhr
Bei einigen Vertretern aus den Reihen der Berliner »Linken« zeigen sich erhebliche Defizite bezüglich der Faktenlage in ihren Lebensläufen. Im Bezirk Lichtenberg wollte sich die aufgrund ihrer Nähe zu linksextremistischen Kreisen umstrittene Evrim Sommer im letzten Monat zur Bezirksbürgermeisterin küren lassen. Kurz vor dem ersten Wahlgang wurde publik, dass sie sich in einem Handbuch über die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhaus, dem sie damals angehörte, im Mai 2015 bereits mit einem Titel schmückte, den sie aber erst am 16. November 2016 erlangt hat.
Folgerichtig scheiterte sie trotz Absprache zwischen ihrer Partei, der SPD und den Grünen und der damit verbundenen drückenden Überlegenheit der Stimmenverhältnisse (kumuliert 36 zu 19 Stimmen) in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg zwei Mal grandios. Im ersten Wahlgang votierten 25 der Verordneten für sie, 27 stimmten mit »Nein«. Im zweiten Wahlgang wurde sie mit einem Stimmenverhältnis von 24 zu 28 noch deutlicher geschlagen.
Aktuell ist publik geworden, dass der für den Posten des Baustaatssekretärs vorgesehene Andrej Holm aus den Reihen von Erichs Erben bezüglich seines Lebenslaufs nicht minder kreativ gewesen ist. An eine hauptamtliche Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, kurz MfS, konnte oder wollte Holm sich nicht erinnern. Dabei hatte er sich, so zeigen es Details mehrerer Berichte der »BZ« (unter anderem hier und hier), im September 1989 als Offiziersschüler für den Dienst beim MfS verpflichtet.
Dass er dafür 675 Mark im Monat erhielt, hat er offenbar auch »vergessen« gehabt; zumindest hatte er die entsprechende Frage verneint. Und seinen Wehrdienst hat er nicht beim Wachregiment »Feliks Dzerzynski« abgeleistet, sondern gehörte der »Wach- und Sicherungseinheit« der Stasi an.
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