Westliche Medien erwarten russische Großoffensive in den nächsten Tagen
Westliche Medien erwarten russische Großoffensive in den nächsten Tagen
Datum: 10.02.2023 - 11:51 Uhr
Der Einsatz von Bodentruppen gehörte in dem russisch-ukrainischen Krieg in den vergangenen Wochen und Monaten eher zur Ausnahme denn der Regel. Die ukrainischen Truppen versuchten, die von ihnen seit dem Einmarsch im Frühsommer 2014 okkupierten Territorien so gut wie möglich zu halten, für eigene Offensivaktionen fehlte es ihnen offensichtlich sowohl an personeller wie auch materieller Schlagkraft. Die russischen Truppen wiederum hatten sich vor dem vergangenen Winter in leicht zu haltende Stellungen verlegt und scheinen sich dort gut vorbereitet nur auf das Ende der kalten Jahreszeit gewartet zu haben. Seit einigen Tagen nämlich nehmen die Gefechte unter der Mitwirkung von Bodentruppen entlang der russisch-ukrainischen Front massiv zu.
Westliche Medien (hier ein Beispiel) berichten, dass Russland angeblich 1.800 Panzer und eine halbe Million Soldaten in Bewegung gesetzt hat, um diese an die Frontlinie zu verlegen. Erste Bildberichte von den Kämpfen wurden ebenfalls veröffentlicht.
Militärexperten und Strategen sind sich einig, dass das primäre Ziel des russischen Vorstoßes die strategisch wichtig gelegene Stadt Bachmut sein wird. Auf der interaktiven Karte ist klar zu erkennen, dass Bachmut (westlich von Alchevsk) sowohl im Norden wie auch im Süden von russischen Truppen umgangen wird, der ukrainischen Invasionsarmee droht eine Einkesselung, ähnlich wie in Mariupol.
Selenskij befindet sich in einer Zwickmühle: rettet er seinen Truppen per Rückzugsbefehl das Leben, dann ist der Weg für die russischen Truppen in Richtung Kramatorsk und Sloviansk offen. Die ukrainische Armee würde dann nur noch ein Teilgebiet im Südwesten der Region Donezk halten; die letzte Bastion der seit 2014 besetzten Gebiete. Und bis sie diese dann aufgeben müssen, dürfte auch nur noch eine Frage der Zeit sein: heute wurden sich auf dem Vormarsch befindliche russische Panzerverbände im Umfeld der Stadt Vuhledar im Süden der Region Donezk gemeldet. Offenbar wird hier eine weitere Stoßrichtung vorbereitet, der einen Keil in die ukrainischen Stellungen getrieben werden soll.
Während Selenskij seine Soldaten in der Region Donezk für seinen »glorreichen Endsieg« verrecken lässt, kurvt er munter und vergnügt durch Westeuropa und schnorrt um weitere »Wunderwaffen«, die ihm diesen Sieg ermöglichen sollen. Drei Monate soll es dauern, bis die ersten dieser Waffen einsatzbereit sind. Aktuell drängt sich die Frage auf, ob ihm überhaupt noch so lange Zeit bleibt...
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