Wer Frieden will, wird zum Staatsfeind erklärt

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Wer Frieden will, wird zum Staatsfeind erklärt
Datum: 10.04.2025 - 10:44 Uhr

Anstatt nach Lösungen zur Vermeidung von Konflikten zu suchen, zeichnen globale Eliten bereits das Bild eines kommenden Schlachtfelds. Und jene, die sich für den Frieden einsetzen, werden diffamiert, zensiert und zum Staatsfeind erklärt.

Einer, der sich nicht davon unterkriegen lässt, ist der renommierte Friedensforscher und Historiker Dr. Daniele Ganser – er stellt sich die Frage: »Ist Weltfrieden möglich?«

»Die Neutralität ist der wirkliche Schutz« meint Dr. Ganser in diesem sehenswerten Interview.

In seinem X-Account schreibt Dr. Ganser:

Waffenlieferungen sind der falsche Weg

»Die EU ist mittlerweile eine akute Gefahr für den Frieden. EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen will aufrüsten und dämonisiert Russland. Sie behauptet, mit mehr Waffen könne die EU die Ukraine in ein Stahlstachelschwein verwandeln, das für potenzielle Invasoren unverdaulich wäre. Doch die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Waffenlieferungen sind der falsche Weg. Es braucht Gespräche und Vertrauen zwischen den Akteuren. Ich finde, die EU müsste sich für den Frieden in Europa engagieren. Auch neutrale Länder wie die Schweiz (zum Glück nicht Mitglied in der EU) und Österreich (EU-Mitglied) sollten mithelfen, dass der Krieg in der Ukraine in diesem Jahr beendet werden kann.«

Deutscher Militärstützpunkt mit 5000 Soldaten in Litauen

»In Litauen hat Deutschland am 1. April 2025 seinen ersten ständigen Militärstützpunkt im Ausland seit dem Zweiten Weltkrieg eröffnet. Dieser besteht aus einer Panzerbrigade mit 5000 Soldaten. Ich halte das für falsch. Ich finde, die Soldaten der Bundeswehr sollten nur in Deutschland stationiert sein zur Verteidigung. ‚Nie wieder Krieg‘ ist weiterhin die richtige Grundhaltung. Daher wäre es wichtig, keine Soldaten ins Ausland zu schicken. Denn wenn viele Länder ihre Soldaten ins Ausland schicken, erhöht dies die Gefahr von militärischen Konflikten. Wenn jedes Land seine Truppen nur im Inland stationiert, sinkt diese Gefahr.«

Der neue deutsche Stützpunkt befindet sich im Südosten Litauens, nahe der weißrussischen Grenze und unweit der russischen Exklave Kaliningrad. Die Brigade steht unter dem Kommando von Brigadegeneral Christoph Huber. Er hat nicht den Auftrag, Deutschland zu schützen, sondern Litauen. ‚Wir haben einen klaren Auftrag: den Schutz, die Freiheit und die Sicherheit unserer litauischen Verbündeten an der Ostflanke der Nato sicherzustellen‘, sagte Huber der Deutschen Presse-Agentur.“

Sven von Storch

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