Welttag gegen Kinderarbeit
Welttag gegen Kinderarbeit
Datum: 12.06.2020 - 09:00 Uhr
In vielen Ländern der Welt ist Kinderarbeit nach wie vor obligatorisch. Rund 152 Millionen Jugendliche und Kinder werden dabei nahezu ausgebeutet. Dadurch wird ihnen die Teilhabe an Bildung vorenthalten, Schulbesuche sind eine Utopie. Statt in die Schule geht es für die Kinder auf Kakaoplantagen oder in Minen und Steinbrüche. Und selbstverständlich gibt es nach wie vor allem in Südostasien die sklavengleiche Haushaltsarbeit und die nie zu Ende gehende Kinderprostitution.
Heute ist der Weltkindertag gegen Kinderarbeit. Selbstverständlich wird dieser Tag von Altparteienvertretern und Mainstreammedien aufgegriffen und dazu genutzt, diese weltweiten Missstände zu brandmarken. Da wird dann gegen die Kakaoplantagenbetreiber gewettert und dem Verbraucher auferlegt, er möge doch bitte die »Fair-Trade«-Schokolade kaufen - die gleich einmal das doppelte einer »normalen« Tafel kostet, bei halber Größe natürlich.
In manchen Ländern werden Kinder auch zum Dienst an der Waffe gepresst. Für ein solches Verbrechen darf es in der Tat keine Toleranz geben. Vor allem sozialistische diktatorische Machthaber griffen und greifen auch heute noch nur all zu gerne zu diesem Mittel.
Bei all den Bereichen, in denen die Kinderarbeit angesprochen und kritisiert wird, bleibt allerdings ein Gewerbe in der Berichterstattung völlig unerwähnt: die Kobalt-Minen in Zentralafrika. Dort werden Kinder in Verschlägen wie Sklaven auf dem Minengelände gehalten. Acht-, Neun- oder Zehnjährige schuften sich dort Hände, Schultern, Knie und Beine blutig, um den so wichtigen Rohstoff für die E-Mobilität zu gewinnen. Kinderblut klebt an der propagistisch herbeigebrüllten Energiewende. Doch darüber zu berichten trauen sich wenige.
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