Weitere Rückschläge für Selenskijs Armee im Donbas

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Weitere Rückschläge für Selenskijs Armee im Donbas
Datum: 19.05.2025 - 11:07 Uhr

Die russische Regierung lässt sich von den Ankündigungen neuer Sanktionen seitens der EU wenig bis gar nicht beeindrucken. Das russische Militär hält den Druck auf die Selenskij-Soldaten, vor allem in den seit dem Überfall im Frühsommer 2014 noch immer besetzten Gebieten im Nordwesten der Region Donezk, aufrecht. Doch die Selenskij-Armee muss weichen und immer mehr der okkupierten Teile aufgeben. Derzeit mehren sich die Berichte, dass die russische Armee Kräfte bündelt, um in Richtung der Städte Kramatorsk und Sloviansk, den letzten von der Selenskij-Armee noch gehaltenen größen Zentren in der Region Donezk, vorzugehen.

Aus zahlreichen kleineren Städten östlich dieser beiden Zentren haben sich Selenskijs Soldaten in den vergangenen Tagen bereits zurückgezogen; sie konnten ihre Stellungen nicht länger halten und rückten in westlicher Richtung ab. In anderen Abschnitten entlang der Kampflinie kam es zu kleineren Gefechten, so auch nordöstlich von Kharkow, wo in der Zwischenzeit russische Einheiten die nördlichen Vororte von Vovchansk kontrollieren. Vovchansk ist von größerer strategischer Bedeutung, weil von hier aus eine Straße direkt südlich entlang des Petschenihy-Stausee führt und der als eine Art potenzielle »natürliche Grenze« bezüglich einer politischen Neuordnung der Region fungieren könnte.

Sollte Selenskij es nicht schaffen, baldmöglichst einen Waffenstillstand zu erreichen, gehen ihm langsam aber sicher die Verhandlungsoptionen aus. Putin hat keine Eile damit, Sanktionen der EU hin oder her. Die russische Wirtschaft ist relativ stabil, das russische Militär beherrscht die Szenerie auf dem Feld. Es ist Selenskij, der Druck hat. Und Putin weiß das ganz genau.

Sven von Storch

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