Weiße werden bald zur Minderheit in den USA
Weiße werden bald zur Minderheit in den USA
Datum: 12.08.2021 - 10:35 Uhr
Einmal abgesehen von den nordamerikanischen Ureinwohnern, deren Zahl vor der Anlandung von Kolumbus auf etwa 18 Millionen geschätzt wird, entwickelten sich die späteren USA vor allem durch den Zustrom der europäischen Bevölkerung. In den südlichen Landesteilen der heutigen USA waren es vor allem Spanier, die das Land besiedelten. Im Norden und Nordosten kamen zunächst Menschen aus Frankreich und England, was eine nicht immer friedliche Nachbarschaft bedeutete: die beiden damaligen Erzfeinde trugen ihre Konflikte auch in der »Neuen Welt« gewaltsam aus.
Sehr viel später, die USA hatten sich längst von England losgesagt und ihren eigenen Staat gegründet, kamen an der Ostküste Auswanderer aus Schweden und Italien, vor allem aber aus Irland und den diversen deutschen Ländern, an. Die Westküstenstaaten erhielten Zuwachs vor allem von Chinesen und Japanern, die aber im Vergleich mit den »Weißen« in ihrer Zahl deutlich geringer war.
Die unsägliche Sklavenpolitik vor allem der Engländer, Franzosen und auch Spanier sorgte dann dafür, dass »Schwarze« ins Land geholt wurden. Sie sollten als billige Arbeitskräfte auf den Plantagen, zunächst Zuckerrohr, später dann Baumwolle, schuften.
Dennoch blieb die Zahl der Weißen deutlich in der Mehrheit. 1965 lag ihr Anteil an der US-amerikanischen Bevölkerung bei 85 Prozent. In nicht einmal 60 Jahren (zwei Generationen) ist sie auf unter 60 Prozent gefallen. In den Altersgruppen der Kinder und Jugendlichen sind sie bereits jetzt in der Minderheit.
Bevölkerungsforscher sagen voraus, dass die weißen US-Amerikaner in spätestens zwei Generationen in den USA in der Minderheit sein werden. Der Anteil der »Asiaten« in der US-Bevölkerung liegt derzeit bei sechs Prozent, hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Der Anteil der schwarzen US-Bevökerung nimmt zwar nicht im gleichen Tempo zu, steigt aber kontinuierlich um ein bis zwei Prozent pro Jahr und liegt derzeit bei etwa 13 Prozent.
Der stärkste Zuwachs ist bei den »Latinos« (Menschen aus Mittel- und Südamerika) zu verzeichnen. Die Gesamtbevölkerung in den USA stieg in den vergangenen zehn Jahren um 7,5 Prozent (309 Millionen in 2010, knapp 330 Millionen aktuell), die Hälfte davon sind Lateinamerikaner.
Das Hauptproblem in den USA ist aber nicht die Bevölkerungszunahme insgesamt, sondern dass sich die Politik weigert, die unterschwelligen und teilweise auch an den Tag tretenden Differenzen zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen anzuerkennen und Lösungen zu erarbeiten.
Nach wie vor gibt es eklatante Differenzen in den Kriminalitätsstatistiken bezüglich der Zugehörigkeit der Menschen zu den einzelnen Gruppen. Hier liegen Schwarze weit an der Spitze, gefolgt von den Lateinamerikanern. Asiaten und Weiße sind hier in Relation zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung deutlich weniger vertreten.
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