Wahlkampf der SPD in Sachsen ein einziges Fiasko
Wahlkampf der SPD in Sachsen ein einziges Fiasko
Datum: 20.08.2019 - 10:05 Uhr
Manchmal sagen Bilder mehr als Worte. Dieser Mitschnitt des Auftritts vom SPD-Spitzenkandidat zur Landtagswahl in Sachsen, Martin Dulig, auf dem Marktplatz in Limbach-Oberfrohna spiegelt das ganze Dilemma, den ganzen Ver- und Zerfall der einst so ruhmreichen Partei in etwa 20 Sekunden wider. Dulig drischt vor einem fast menschenleeren Parkplatz seine Phrasen in ein Mikrophon, umgeben von seinen Wahlkampfhelfern und Mitstreitern. Doch so gut wie niemand sonst (außer demjenigen, der den Auftritt aufgzeichnet hat) hört Dulig zu. Für den SPDler offenbarte sich eine in den 1980er-Jahren bei den Friedensaktivisten recht populäre These in leicht abgewandelteter Form: stell Dir vor es ist SPD-Wahlkampf und keiner geht hin.
Die SPD wird in Sachsen laut Umfragen ein einstelliges Ergebnis erzielen. Auf Bundesebene hat sie sich erholt(!!) und kommt auf 12 Prozent. Damit lässt sie immerhin FDP und die Postkommunisten hinter sich. Für die heutige SPD ist bereits diese Tatsache ein Grund zur Freude. Das Chaos und Gezerre um den Vorsitz lässt allerdings vermuten, dass diese Erholungsphase nur von kurzer Dauer sein wird.
Die drei Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen (01. September) sowie in Thüringen (27. Oktober) werden eine Aneinanderreihung von Schlappen, Niederlagen und Klatschen werden. Selbst in Brandenburg, einst unter Manfred Stolpe, eine Hochburg der SPD, wird es ebenfalls ein Desaster geben: ein Minus von 15 Prozent geben die aktuellen Umfragen her.
Offenbar scheint jeder in der SPD bemüht zu sein, die Karre so richtig in den Drck zu fahren. In dem verlinkten Beitrag heißt es dazu passend: »Mit smarten und sympathischen Politstars wie Ralf Stegner, Andrea Nahles, Sawsan Chebli, Karl Lauterbach und Heiko Maas hilft die Bundes-SPD den Landesverbänden enorm.«
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