Wagenknecht-Verein seit gestern Partei
Wagenknecht-Verein seit gestern Partei
Datum: 09.01.2024 - 10:24 Uhr
Seit gestern gibt es in Deutschland eine neue Partei. Die Salon-Bolschewistin Sahra Wagenknecht unterzeichnete die Gründungsurkunde für das »Bündnis Sahra Wagenkencht (BSW)«. Dank einer millionenschweren Spende startet das BSW finanziell gut gerüstet in das Abenteuer, allerdings fehlt es an Personal und Programm. Schließlich will man eigenen Aussagen zufolge bei der kommenden Europawahl bereits antreten und die ist immerhin schon am 9. Juni. Bis dahin aber wartet noch sehr viel Arbeit: Erstellung eines Programms, Benennung einer Kandidatenliste (über die auch noch ordnungsgemäß abgestimmt werden muss). Und um dann wirklich antreten zu können, bedarf es Unterstützungsunterschriften. Das sind zwar »nur« 4.000 für das gesamte Bundesgebiet, aber die Formulare dazu müssen erstellt, verteilt und die Unterschriften eingeholt werden. Von alleine regnen die auch nicht vom Himmel.
Zudem fehlt es dem BSW an Personal. Im Grunde genommen ist es eine Solo-Veranstaltung von Sahra Wagenknecht. Ihre Co-Vorsitzende Amira Mohammed Ali war zwar für die mehrfach umbenannte SED Fraktionsvorsitzende im Bundestag, gilt aber dennoch als politisches Leichtgewicht. Die für die Europawahl vorgesehenen Spitzenkandidaten De Masi und Geisel (vormals SPD) sind bestenfalls bei Politexperten ein Begriff.
Wagenknecht selbst hofft auf großen Zuspruch in den östlichen Bundesländern, außer ihr selbst hat von den führenden Personen im BSW aber niemand eine östliche Vita. Ob diese Rechnung aufgeht und ob die anderen hochtrabenden Pläne für dieses Jahr wirklich erfolgreich sein werden, wird allgemein und von Experten mehr als nur bezweifelt.
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