Waffenstillstand zwischen Thailand und Kambodscha
Waffenstillstand zwischen Thailand und Kambodscha
Datum: 29.07.2025 - 10:56 Uhr
In dem am 24. Juli ausgebrochenen bewaffneten Konflikt wurden mehr als 35 Menschen getötet und Hunderttausende zur Flucht gezwungen. Laut Reuters tritt der Waffenstillstand um Mitternacht Ortszeit in Kraft und ist „sofortig und bedingungslos“. Thailand und Kambodscha machen sich gegenseitig für die Kämpfe verantwortlich. Das Treffen am Montag fand in Malaysias Verwaltungshauptstadt Putrajaya statt, die Botschafter der USA und Chinas nahmen teil. Die Gespräche wurden vom malaysischen Premierminister in seiner Funktion als ASEAN-Vorsitzender einberufen.
Laut dem kambodschanischen Premierminister Hun Manet bedeutet der Waffenstillstand, dass Hunderttausende Menschen auf beiden Seiten der Grenze zur Normalität zurückkehren können. Er dankte sowohl der chinesischen Regierung als auch US-Präsident Donald Trump für ihre Bemühungen und bezeichnete Trumps Rolle als »entscheidend für den Erfolg der Verhandlungen«. Thailands amtierender Premierminister Phumtham Wechayachai äußerte sich zurückhaltender. Zuvor hatte er Skepsis gegenüber den Absichten Kambodschas geäußert und erklärt, das Land müsse während des Treffens »aufrichtige Absichten« zeigen.
Während der Gespräche dauerten die Kämpfe entlang der Grenze an. Der UN-Sicherheitsrat hielt am Freitag auf Ersuchen Kambodschas eine Dringlichkeitssitzung zu dem Konflikt ab. Der Grenzstreit wütet seit über 15 Jahren sporadisch. Die Situation verschärfte sich im Mai, als ein kambodschanischer Soldat auf einem umstrittenen, von beiden Ländern beanspruchten Landstück getötet wurde.
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