VW hatte firmeneigene Flugzeuge auf den Cayman-Inseln registriert

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VW hatte firmeneigene Flugzeuge auf den Cayman-Inseln registriert
Datum: 13.11.2017 - 08:47 Uhr

Die SPD und viele Gewerkschaften gehören in der Regel zu den Ersten, die sich darüber lautstark echauffieren, wenn Einzelpersonen oder Unternehmen eines der diversen Schlupflöcher im deutschen Steuerrecht nutzen, um den für sie fälligen Anteil am Gemeinwesen mit technischen und mathematischen Tricks und findigen Beratern möglichst klein zu halten. Für diese Kritik können viele Bürger des Landes durchaus Sympathie aufbringen. Denn wer viel kassiert, der soll bitte auch entsprechend Steuern zahlen.

Die Zweizüngigkeit, Verlogenheit und Falschheit der SPD und auch der Gewerkschaften tritt aber dann besonders deutlich zu Tage, wenn sie selbst an den Entscheidungshebeln sitzen und ein exakt deckungsgleiches Verhalten an den Tag legen. So zum Beispiel einmal mehr beim Volkswagenkonzern. Bei ihm gehören die Landesregierung Niedersachsen (seit etlichen Jahren SPD-geführt) und die Gewerkschaften zu den größten Anteilseignern oder sind bei den Entscheidungen an den Schaltstellen postiert (Gewerkschaften). 

Als weltweit operierendes Unternehmen, dass nun einmal seinen Sitz in der tiefsten niedersächssischen Provinz hat, war man vor einigen Jahren zu dem Entschluss gekommen, eine eigene Fluggesellschaft ins Leben zu rufen. Der »Lion Air Service« soll den Konzernvorständen, den Vorständen der mittlerweile zwölf Marken sowie den Generalbevollmächtigten zur Verfügung stehen. Stationiert sind die 14 Maschinen auf dem Flughafen Braunschweig-Wolfsburg in Waggum, registriert sind sie aber auf den Cayman-Inseln. Dort ist der Steuersatz nämlich deutlich niedriger.

Sven von Storch

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