Volksrepublik China will Nachbarländern das Wasser abgraben
Volksrepublik China will Nachbarländern das Wasser abgraben
Datum: 07.01.2021 - 11:04 Uhr
Die Kommunistische Zentralregierung hat mit dem »Drei-Schluchten-Stausee« (Changjiang Staudamm) den Yangtse gestaut und einen 600 Kilometer langen und bis zu 200 Meter tiefen See aufgestaut. 75 Milliarden US-Dollar war der KP die Errichtung der Staumauer wert, über eine Million Menschen wurden zwangsumgesiedelt. Diese Bau- und Staumaßnahmen betrafen unmittelbar ausschließlich Chinesen - der Yangtse mündet nördlich von Shanghai in einem rund 13 Kilometer breiten Delta ins Ostchinesische Meer.
Jetzt planen die Kommunisten der Pekinger Zentralregierung die Stauung eines weiteren Flusses: der Brahmaputra, der wasserreichste Strom Asiens, soll gestaut werden. Davon aber wären nicht nur die Menschen in der Volksrepublik China betroffen, sondern auch und vor allem die Menschen in Indien und Bangladesh, wo er als Padma und später als Meghna im Ganges-Delta in den Golf von Bengalen mündet. Das Einzugsgebiet dieses Flusssystems beträgt etwa 650.000 Quadratkilometer (zum Vergleich: Deutschlands Fläche beträgt rund 357.000 Quadratkilometer).
Die Planspiele der Pekinger Kommunisten werden von den Regierungen in Indien und Bangladesh abgelehnt. Dort befürchtet man, dass die KPC ihnen im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser abgräbt. Vor allem für Indien wäre das ein Desaster, hat man doch bereits ein Dutzend Wasserkraftwerke am Lauf des Flusses errichtet - und weitere 140(!) geplant. Auch eine Umleitung von Teilen des Flusses ist geplant, um der verheerenden Überflutungen vor allem in Bangladesh Herr zu werden.
Nur ist das etwas anderes, als das was Peking plant: dort will man den Fluss stauen, den Wasserdurchlauf also hindern.
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