Viktor Orban wirbt für eine christlich-konservative Auffassung von Demokratie
Viktor Orban wirbt für eine christlich-konservative Auffassung von Demokratie
Datum: 09.09.2021 - 09:59 Uhr
»Europa ist in Not, weil es noch immer nicht seinen Platz in der neuen Weltordnung gefunden hat«, mahnte Ministerpräsident Viktor Orban auf dem Strategischen Forum Bled. Mit mehr als 170 Rednern und Panelteilnehmern zählt die jährliche, traditionell im krainischen Luftkurort Veldes stattfindende Konferenz zu den meistbesuchten ihrer Art. Umso erstaunlicher, daß sie in Deutschland kaum Widerhall findet.
Nach einem Medienbericht erklärte Orban weiter, daß die Massenmigration keine Lösung für das demografische Problem der europäischen Länder sei. Bei dem Motiv, Menschen mit anderen ersetzen zu wollen, handele es sich um eine rein mathematische Betrachtungsweise. »Wenn wir außereuropäische Personen aufnehmen, wird das die kulturelle Identität Europas verändern“, konstatiert der ungarische Regierungschef. Diese Auffassung hat Orban durch eine mutige Politik mehr als eingelöst. Dank der umfassenden Reformen in der Sozial- und Familienpolitik rangiert die Zahl der Eheschließungen und Geburten auf dem höchsten Niveau seit 20 Jahren, wie der Kommentator Gregory Roose in der französischen Zeitschrift Valeurs schreibt.
Ungarn ringe in der EU darum, seine christdemokratische-konservative Auffassung von Demokratie geltend zu machen: »Wir streiten um einen alternativen Blickwinkel auf die europäischen Institutionen. Wir möchten über Begriffe wie Familie, Nation, Kultur, Religion und Migration debattieren.«, wird Orban in der Budapester Zeitung zitiert. Die ungarische Demokratie sei mindestens so gut wie die deutsche oder die italienische, so Orban.
Das Forum in Veldes zeigt, daß fernab der Echokammern des herrschenden medialen Komplexes, der durch seine EU-Hörigkeit und anti-konservative Voreingenommenheit nur noch zu unkritischer Rezeption der politischen Floskelsprache imstande ist, ideologisch unbelastete Diskussionen zwischen Staatschefs noch möglich – und nötig sind.
Ein Gastbeitrag der Initiative Familien-Schutz
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