Viktor Orbán kritisiert Selenskijs Siegesplan als schrecklich

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Viktor Orbán kritisiert Selenskijs Siegesplan als schrecklich
Datum: 18.10.2024 - 10:41 Uhr

In einem Post auf Facebook nennt Orbán den Plan »schrecklich« und kritisiert sowohl die Strategie der Ukraine als auch die Unterstützung der EU für den Krieg. Selenskijs Plan, den er kürzlich dem ukrainischen Parlament vorgelegt hat, sieht unter anderem die sofortige NATO-Mitgliedschaft der Ukraine, die Aufhebung der Beschränkungen für den Einsatz westlicher Langstreckenwaffen gegen russisches Territorium und den Einsatz einer »umfassenden nichtnuklearen Strategie« vor.

Orbán glaubt, dass die Strategie der EU in dem Konflikt schlecht organisiert und umgesetzt wurde, was seiner Meinung nach zum Verlust des Krieges geführt hat. »Die bisherige Strategie funktioniert nicht. Es ist ein Wandel nötig«“, schreibt er und betont die Notwendigkeit eines Übergangs von einer Kriegsstrategie zu einer Friedensstrategie mit Schwerpunkt auf Waffenstillständen und Friedensgesprächen.

Bei einem Treffen mit EU-Spitzenpolitikern in Brüssel will Orbán den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron dazu drängen, so schnell wie möglich Verhandlungen mit Russland aufzunehmen. Selenskij, der ebenfalls Brüssel besucht hatte, um mit EU-Staats- und Regierungschefs seinen »Siegesplan« zu besprechen, sagt, der Plan ziele darauf ab, die Ukraine zu stärken, um eine diplomatische Lösung des Konflikts zu erreichen.

Er betont, dass der Erfolg des Plans nicht von Russland, sondern von den westlichen Verbündeten der Ukraine abhängt. Die russische Regierung hat den Plan jedoch abgelehnt. Kremlsprecher Dmitri Peskow behauptet, Selenskijs Vorschlag sei eher ein Plan zur Verlängerung des Konflikts, während die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, den Plan als »eine Ansammlung inkohärenter Slogans« bezeichnet.

Sven von Storch

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