Viele Fußballbundesligavereine zeigen Til-Schweiger-Stiftung die _Rote Karte_
Viele Fußballbundesligavereine zeigen Til-Schweiger-Stiftung die _Rote Karte_
Datum: 06.04.2017 - 12:51 Uhr
Das Engagement, um auf den Oberarmen der Trikots der Fußballvereine in der Ersten und Zweiten Bundesliga exklusiv erscheinen zu dürfen, lässt sich ein Paketzustelldienst einiges kosten. Pro Saison überweist der Dienstleister seit 2013 zwischen sieben und acht Millionen Euro an die für die Vermarktung zuständige Deutsche Fußball Liga (DFL). Allerdings läuft der Vertrag mit dem Ende der jetzigen Saison aus und ab der kommenden Spielzeit dürfen die Vereine der beiden Ligen sich dezentral vermarkten, also einen eigenen Werbevertrag abschließen.
Für den drittletzten Spieltag der nun zu Ende gehenden Saison hat sich der Sponsor etwas "Besonderes" einfallen lassen. Er wollte (und will immer noch) die Werbefläche der Til-Schweiger-Stiftung überlassen, damit für dieses Projekt geworben werden soll. Statt des eigenen Logos soll(te) an diesem Tag das Logo der Stiftung auf den Ärmeln aller 36 Profiklubs erscheinen.
Allerdings haben bereits jetzt laut einem Bericht im "Stern" sechs Klubs der Ersten Liga und sieben Klubs der zweiten Liga abgewunken. Nur 13 Vereine haben sich mit dieser Aktion einverstanden erklärt. Von den anderen zehn Klubs fehlt bis dato jedwede Stellungnahme. Die Kritiker verweisen auf ihre vereinseigenen sozialen Projekte und, so der "Stern", und sehen keinen Sinn darin, für die Til Schweiger Foundation zu werben.
Schweiger, der sich selbst gerne als Vorzeige-Flüchtlingshelfer in Szene setzt und auch entsprechend hofieren lässt, ist mit dem vollmundig angekündigten Baus eines eigenen Flüchtlingsheims grandios gescheitert. Ins Gespräch kam Deutschlands bekanntester Nuschler zuletzt dadurch, dass er in seinem Restaurant aufbereitetes Leitungswasser für einen Preis von 4,20 Euro pro Liter verkauft; der Viertelliter dieses "edlen" Getränks schlägt mit 1,80 Euro zu Buche.
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