Verzweifelte Müncher Mutter schreibt offenen Brief an Oberbürgermeister

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Verzweifelte Müncher Mutter schreibt offenen Brief an Oberbürgermeister
Datum: 17.10.2016 - 13:51 Uhr

In ihrem Abschiedsbrief schildete die 35-jährige Mutter zweier Kinder schonungslos die Umstände, die sie zu ihrem Entschluss bewogen hat, der bayrischen Landeshauptstadt den Rücken zu kehren. Von Zusammenkünfte in sogenannten »Nachbarschaftstreffs« ist da die Rede, bei denen sechs bis acht Mütter und deren Kinder anwesend waren. »Alle Frauen trugen ein Kopftuch und keine von ihnen sprach Deutsch.« Die sozialpädagogische Leitung habe ihr bei einem derartigen Treffen erklärt, »dass ich mich wahrscheinlich schwer tun werde, mich hier zu integrieren.« Sie wolle dazu anmerken, dass sie Deutsche sei, fließend Deutsch spreche und kein Kopftuch trage.

In ihrem Brief schildert die Verfasserin ihre zahlreichen weiteren Versuche, in sozialen Kontakt mit den anderen Familien im näheren räumlichen Umfeld treten zu können. Aber weder der »Sonntagbrunch« war dazu geeignet (laut der Leitung des Nachbarschaftstreffs habe es sich so »ergeben«, dass Männer und die Frauen mit Kindern in separaten Räumen frühstückten) noch gab es eine generelle Bereitschaft der Migranten zur Integration.

Sie wolle, dass ihr Kind deutsch lerne und dass es Werte vermittelt bekomme, hinter denen auch sie stehe. Aber die unfreundlichen Bedingungen, die sie hier vorgefunden hat, ließen ihr keine andere Wahl, als München zu verlassen. »Für Jeden gibt es eine Institution, eine Stelle, ein öffentliches Interesse, aber für ein heterosexuelles verheiratetes Paar mit vier Kindern, weder arbeitslos noch Linkshänder, weder behindert noch islamisch, für uns gibt es kein Interesse mehr.«

Den offenen Brief hat der »Focus« in voller Länge veröffentlicht: http://www.focus.de/regional/muenchen/familie-verlaesst-muenchen-wegen-gescheiterter-integration-verzweifelte-mutter-schreibt-abschiedbrief-an-die-stadt_id_6071842.html

Sven von Storch

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