Verwirrung um Meldung eines zerstörten Leopard-Panzers im Donbas
Verwirrung um Meldung eines zerstörten Leopard-Panzers im Donbas
Datum: 26.09.2023 - 11:06 Uhr
Wieder einmal hat Selenskij einige seiner lautstark als Wunderwaffen gepriesenen Leopard-Kampfpanzer im Donbas verloren. Das alleine wäre in der Zwischenzeit kaum noch eine Meldung wert. Allerdings sorgen Meldungen einiger russischer Medien dafür, dass man im Westen zumindest hellhörig wird. Nach jenen - von neutraler Seite nicht überprüfbaren - Meldungen soll sich an Bord eines dieser zerstörten Panzer eine Besatzung aus Deutschland befunden haben. Die russischen Zeitungen und TV-Sender sind von den EU-Behörden zensiert, aber auch andere Medien bringen diese Meldung, beziehen sich dabei auf die Aussagen eines russischen Offiziers.
Besonders hellhörig macht die Aussage, dass ein Besatzungsmitglied bei seiner Festsetzung sich angeblich als reguläres Mitglied der deutschen Bundeswehr ausgab, seine Einheit und seinen Heimatstandort benannte. Er und die anderen Besatzungsmitglieder gehörten der gleichen Einheit an und er es bereue, sich für diesen Einsatz im Donbas gemeldet zu haben. Nach einem letzten Gruß an Frau und Kinder in der Heimat sei er verstorben, so der Bericht.
Die Meldungen aus dem Donbas, seien es nun Berichte über Kampfhandlungen, Frontverschiebungen, Eroberungen, Befreiungen oder Gebietsgewinne respektive -verluste sind von dritter, unabhängiger Seite, nicht zu verifizieren. Weder die Ukraine noch Russland lassen eine Prüfung zu: Berichterstattern ist der Weg zu den Gefechtsfeldern versperrt.
Es klingt schon ein bisschen sehr nach »Wildwest«, dass ausgerechnet Bundeswehrsoldaten zum Einsatz in den Donbas entsendet werden. Allerdings stellten sich die Meldungen über in Mariupol auf Seiten der Ukraine kämpfenden und festgesetzte NATO-Soldaten - die vom Wertewesten zunächst vehement bestritten wurden - hinterher als überwiegend wahr heraus. Lediglich bei der Angabe der Zahl der NATO-Soldaten griff man in den Berichten zu weit nach oben.
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