Verlängerung des Geheimabkommens mit China sollte gründlich überdacht werden

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Verlängerung des Geheimabkommens mit China sollte gründlich überdacht werden
Datum: 24.09.2020 - 12:15 Uhr

Die US-Regierung betrachtet das am 22. September 2018 zwischen dem Vatikan und dem kommunistischen Regime der Volksrepulbik China unterzeichnete Geheimabkommen als ein Alarmsignal. Es werde an einer Allianz gebastelt, so Washington, die Auswirkung auf das globale Gleichgewicht haben könnte. Eine Allainz, die sich in letzter Konsequenz gegen die USA richtet. Das hatte US-Außenminister Michael Pompeo bereits in früheren Gesprächen sowohl mit dem Kardinalstaatssekretär Pietro Paolin wie auch mit Papst Franziskus klarzustellen versucht. Ende des Monats wird Pompeo wieder in den Vatikan reisen und weist im Vorlauf seines kommenden Besuches nachdrücklich daraufhin, dass der Vatikan über die geplante Verlängerung dieses Geheimabkommens noch einmal gründlich nachdenken sollte.

Selbst im Vatikan sollte in der Zwischenzeit klar sein, dass dieses Abkommen gescheitert ist. Drei Bischöfe wurden nach der Unterzeichnung des Abkommens in China neu in ihr Amt eingeführt. Sie alle gehören entweder bereits der chinesischen katholisch-patriotischen Vereinigung (KPV) an oder werden ihr früher oder später in die Arme getrieben werden. Bei der KPV handelt es sich nicht etwa um eine kirchliche Institution, sondern um die von der Kommunistischen Partei Chinas gegründete schismatische katholische Kirche Chinas. Sie unterliegt voll und ganz der Kontrolle der kommunistischen Zentralregierung in Peking.

Der Vorgänger des aktuell amtierenden Papstes aus Argentinien, der aus Deutschland stammende Benedikt XVI., hatte 2007 noch einmal die bereits von Papst Pius XII. festgestellte Unvereinbarkeit zwischen der katholischen Kirche und der KPV ausdrücklich bekräftigt. Der argentinische Papst aber scheint diese klare Linie verwässern zu wollen, sodass Pompeo via Twitter eine klare Ansage an den Vatikan richtete: »Der Vatikan gefährdet seine moralische Autorität, sollte er das Abkommen erneuern.«

Sven von Storch

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