Venezuelas finanzielle Reserven sind aufgebraucht

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Venezuelas finanzielle Reserven sind aufgebraucht
Datum: 19.06.2017 - 08:33 Uhr

Goldman-Sachs macht ein Riesengeschäft mit der Armut und dem Leid der Menschen in Venezuela. Weil der »Sozialismus des 21. Jahrhunderts« den Weg aller sozialistischen Experimente geht und sich als Fiasko herausstellt, fällt das Land, das über die größten Erdölreserven auf dem Erdball verfügt, von einer finanziellen Krise in die nächste. Seit Monaten schon hängt die drohende Staatsinsolvenz wie ein Damokles-Schwert über dem Maduro-Regime. Dem Präsidenten bleibt nichts anderes übrig, als das Tafelsilber weit unter Wert an Investoren zu verscherbeln. Wobei im hier aktuellen Fall die Bezeichnung Investor nicht ganz passend ist. Im Grunde genommen ist Venezuela finanziell Tod. Das Vorgehen von Goldman-Sachs könnte man eher als Leichenfledderei bezeichnen.

Die Folgen der fehlgeleiteten Politik Maduros zu spüren bekommen die Menschen im Land. Es fehlt an grundlegenden Dingen. Seit über zehn Wochen gehen die Menschen sowohl in der Hauptstadt Caracas wie auch in anderen Städten auf die Straßen und demonstrieren gegen das sozialistische Regime. Doch Maduro agiert im altbekannten Stil. Wie auch andere »Größen« des Sozialismus und des Kommunismus lässt er seine Kritiker niederknüppeln oder von seinen Schergen sogar gezielt töten. 

Die Bilanz liest sich erschreckend: mehr als 10.000 Menschen wurden bisher verletzt, über 3.000 wurden inhaftiert (und warten ohne Anklage auf ihr Verfahren) und mehr als 70 wurden getötet. Doch die Venezolanos gehen weiter auf die Barrikaden. Am vergangenen Montag waren es in Caracas wieder mehr als 100.000! Überall an den Hauswänden liest man: »Maduro dictador«. Und die Lage für den Präsidenten wird nicht einfacher: das Land ist so pleite, dass jetzt sogar das Geld für das Tränengas ausgeht. Eine in Brasilien bestellte Lieferung von fast 80.000 Kartuschen als Nachschub wird nicht ausgeliefert.

Sven von Storch

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