Venezuela fliegt mit Kampfjets über US-Zerstörer

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Venezuela fliegt mit Kampfjets über US-Zerstörer
Datum: 05.09.2025 - 11:55 Uhr

US-Kriegsschiffe in internationalen Gewässern vor der Küste Venezuelas

Die Jason Dunham ist ein Aegis-Zerstörer und Teil einer Flottille von US-Kriegsschiffen, die in den letzten Wochen in die Region entsandt wurden. Das Pentagon gibt an, die Operation ziele auf kriminelle Organisationen und »Narkoterrorismus« ab. Es ist unklar, ob das US-Schiff während des Fluges aktiv wurde. Nach der Berichterstattung von CBS News bestätigte das Verteidigungsministerium in einem Beitrag auf X, dass zwei venezolanische Flugzeuge »in internationalen Gewässern nahe an ein US-Kriegsschiff geflogen« seien.

Provokation seitens Venezuela

»Dieser höchst provokative Schritt zielte darauf ab, unsere Operationen zur Bekämpfung des Drogenterrorismus zu stören«, schrieb das US-Ministerium. »Dem Kartell, das Venezuela kontrolliert, wird dringend davon abgeraten, die Operationen des US-Militärs zur Drogen- und Terrorismusbekämpfung zu behindern, zu verhindern oder zu stören.« Die US-Schiffe wurden an die venezolanische Küste entsandt, nachdem Präsident Trump ein härteres Vorgehen gegen Drogenkartelle angekündigt hatte. Gleichzeitig ist der sogenannte Krieg der USA gegen den »Narkoterrorismus« ein Mittel, um Konflikte mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu schüren, den die USA als Unruhestifter in der Region betrachten.

Drogenterrorismus und Geldwäsche

Die Trump-Regierung wirft Maduro vor, mit Drogenkartellen zusammenzuarbeiten, um Drogen in die USA zu schmuggeln. Die Belohnung für Maduros Ergreifung wurde kürzlich auf 50 Millionen Dollar verdoppelt. Maduro weist die Vorwürfe zurück und bezeichnete die US-Schiffe Anfang der Woche als »kriminelle und blutige Bedrohung«. Venezuela reagierte mit der Entsendung von Drohnen und Kriegsschiffen entlang der Küste. Am Dienstag gab das US-Militär bekannt, ein Drogenboot aus Venezuela abgefangen zu haben. Nach Angaben von Trump und Außenminister Marco Rubio wurden elf Menschen an Bord getötet, die als Mitglieder der venezolanischen Bandenorganisation Tren de Aragua beschrieben wurden.

Sven von Storch

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