USS Abraham Lincoln in den Persischen Golf verlegt
USS Abraham Lincoln in den Persischen Golf verlegt
Datum: 10.05.2019 - 10:30 Uhr
Zwischen den USA und dem Iran bestehen seit 1980 keinerlei diplomatischen Beziehungen. Im November 1979 hatten Revolutionstruppen die US-Botschaft in Teheran überfallen und über 50 Geiseln genommen. 444 Tage dauerte deren Martyrium in den Händen der Geiselnehmer. Ein Befreiungsversuch durch US-amerikanische Truppen ging gründlich daneben. Seit jenen Tagen gibt es keine US-Botschaft mehr im Iran.
Die waffentechnischen Fortschritte des Iran werden von den USA mit großer Besorgnis zur Kenntnis genommen. Mehrfach wurden deshalb Wirtschaftssanktionen verhängt, um die Machthaber des Iran zum Einlenken zu bewegen und die Forschung in Richtung eigener Atomwaffen einzustellen. Im Jahr 2015 konnte ein Atomabkommen zwischen dem Iran, Deutschland und den UN-Vetomächten (USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich) geschlossen werden. Unter bestimmten vom Iran zu erfüllenden Auflagen sollten die Wirtschaftssanktionen gelockert werden.
Allerdings gab es trotzdem immer wieder Probleme zwischen dem Iran und den USA. Teheran gingen die Lockerungen nicht weit genung, Washington monierte immer wieder angebliche Verstöße seitens des Irans gegen das Abkommen. Vor etwa einem Jahr verließen die USA das Abkommen und haben die Sanktionen erneut voll umfänglich verhängt. Als sehr späte Antwort auf diesen Schritt hat der Iran gestern bekanntgegeben, dass man nun seinerseits das Abkommen teilweise aussetzen werde.
Daraufhin haben die Streitkräfte der USA das Flugzeugträgergeschwader der »USS Abraham Lincoln« samt Begleitschiffe in den Persischen Golf verlegt. Die Lincoln ist ein Träger der Nimitz-Klasse mit einer Verdrängung von fast 100.000 Bruttoregistertonnen, also etwa doppelt so viel wie die Bismarck.
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