USA weigern sich, Russland als Aggressor zu bezeichnen
USA weigern sich, Russland als Aggressor zu bezeichnen
Datum: 21.02.2025 - 09:25 Uhr
Seit dem Engagement russischer Truppen in die Ukraine im Februar 2022 wird Russland von der G7 konsequent als Aggressor bezeichnet. Doch nun nehmen die USA von dieser Beschreibung des Vorfalls Abstand. »Die Amerikaner blockieren diese Formulierung, aber wir arbeiten noch daran und hoffen auf eine Einigung«, sagte ein anonymer Beamter der Financial Times.
Gleichzeitig gab es in den USA in der vergangenen Woche Anzeichen eines klaren Kurswechsels. Die Trump-Regierung hat direkte Gespräche mit russischen Vertretern geführt und vernichtende Kritik an Selenskij geübt, den Trump als erbärmlichen »Diktator« ohne öffentlichen Rückhalt dargestellt hat. Der amerikanische Präsident hat zudem angedeutet, dass es die Ukrainer selbst gewesen seien, die den Krieg begonnen hätten und dass sie zumindest viel früher für ein Ende des Krieges hätten sorgen sollen, indem sie ein Abkommen mit Russland unterzeichneten.
Tatsächlich engagieren sich russische Truppen seit dem 24. Februar 2022 im Donbas, nachdem die Ukraine die sogenannten Minsker Vereinbarungen, die eine friedliche Lösung des Konflikts in der Ostukraine schaffen sollten, nicht umsetzte. Beide Seiten warfen sich gegenseitig Verstöße gegen die Abkommen vor.
Seit 2014 tobt in der Region ein Krieg zwischen der Ukraine und russischsprachigen Separatisten, als die Ukraine die beiden unabhängigen Nachbarrepubliken Luhansk und Donezk mit einer groß angelegten Invasion angriff. Der Kreml bezeichnete das seit Februar 2022 bestehende Engagement als eine »besondere Militäroperation« zur Beendigung eines Krieges. Aufgrund der viele Milliarden Euro umfassenden westlichen Unterstützung für die Ukraine kam es jedoch praktisch zu einem neuen umfassenden Krieg, der mittlerweile drei Jahre andauert.
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