USA und Russland uneins über Vorgehen in Venezuela
USA und Russland uneins über Vorgehen in Venezuela
Datum: 28.03.2019 - 09:49 Uhr
Venezuela habe großes Potenzial, sagte Trump in einem Gespräch mit Fabiana Rosales, der Frau des venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaido. Unter Mduros Führung aber sei alles zerstört worden. Die Menschen hungerten, sie würden geschlagen und umgebracht und hätten weder Wasser noch Strom. Es sei höchste Zeit, den Menschen im Land zu helfen. Noch mehr politischen Druck als jetzt könnten die USA nicht aufbauen. Bald blieben nur noch militärische Optionen.
Doch die will man nicht unbedingt ziehen. Vor allem deswegen nicht, weil Russland noch immer das Maduro-Regime stützt. Trump appellierte an Moskau, diese Unterstützung aufzugeben und die kürzlich eingeflogenen Militärberater wieder abzuziehen. Allerdings lehnte Moskau diesen Vorstoß erst einmal rundweg ab. Die russischen Beziehungen zu Venezuela und die militärische Zusammenarbeit stünden im Einklang mit dem Völkerrecht, sagte Konstantin Kossatschow, Chef des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat.
Von derlei Streitigkeiten unbeeindruckt zeigt sich Juan Guaido. In seiner jüngsten Ansprache richtete sich Guaido einmal mehr an die Angehörigen des venezolanischen Militärs, die noch mehrheitlich hinter Maduro stehen. Für Samstag sind neue Großkundgebungen im Land geplant. Die Streitkräfte sollten sich mit den Demonstranten vereinigen, so Guaido: »Soldaten, erfüllt eure Pflicht. Wir wollen keine Rebellion, wir wollen freie Wahlen.«
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