USA darf keine eigenen Militärbasen in Schweden errichten
USA darf keine eigenen Militärbasen in Schweden errichten
Datum: 03.11.2023 - 11:17 Uhr
Einige hochrangige Generäle und Admiräle in Bidens Militär hatten ihre Wunschträume von eigenen US-Militärbasen in Schweden nach dessen NATO-Beitritt vorab in aller Öffentlichkeit breitgetreten. Einige schwedische Inseln sollten zu einer Art festem Flugzeugträger umgebaut werden, so deren Vorstellungen. Dort sollten dann unter anderem auch zum Transport von Atomwaffen fähige Langstreckenbomber stationiert werden. Eine Art exterritoriales US-Gebiet auf schwedischem Boden, wo nur und ausschließlich US-Recht gelten sollte. Dieser Traum ist ausgeträumt. In einem Bericht des Nachrichtenmagazins Ekot wurde jetzt das neu abgeschlossene Abkommen zwischen dem schwedischen Verteidigungsministerium und der Biden-Administration vorgestellt.
Sofern Schweden also irgendwann der NATO beitreten sollte - noch immer stehen die dafür erforderlichen Zustimmungen der Türkei und Ungarns aus - erhält das US-Militär Zugang zu den existierenden schwedischen Militärbasen im Land. Davon gibt es weniger als zwei Dutzend im ganzen Land und sonderlich groß sind sie in der Regel auch nicht. Ein Beispiel: auf dem Marinehafen in Karlskrona gibt es gerade einmal 800 Beschäftigte, Marinesoldaten und Zivilbeschäftigte zusammengerechnet. Die Zahl der stationierten Einheiten an den Standorten der anderen Waffengattungen (Heer, Luftwaffe und so weiter) liegt in der Regel ebenfalls in dieser Größenordnung. Zum Vergleich: auf der Ramstein-Basis in Deutschland sind über 9.000(!) Menschen stationiert und beschäftigt.
Die US-Truppen dürfen also die schwedischen Basen mit nutzen, einen Neubau neuer schwedischer Basen oder deren Ausbau wird es nicht geben. Den Bau eigenständiger US-Basen außerhalb der schwedischen Gerichtsbarkeit schon gleich gar nicht. Und: das US-Militär muss der schwedischen Regierung bekannt geben, was wann wo in welchem Umfang und wie eingelagert werden soll - VOR der Einlagerung.
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