USA bauen Militärstandort Baumholder (Rheinland-Pfalz) aus
USA bauen Militärstandort Baumholder (Rheinland-Pfalz) aus
Datum: 06.04.2022 - 09:49 Uhr
Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht wurde das Deutsche Reich zerschlagen. Die Ostgebiete gingen an Polen und die Sowjetunion, das damalige Mitteldeutschland wurde zur Sowjetischen Besatzungszone, der Norden und Nordwesten wurde zur Britischen Besatzungszone, der Südwesten zur Französischen Besatzungszone und Bayern, Hessen sowie der nördliche Teil Baden-Württembergs wurden zur Amerikanischen Besatzungszone. Es gab bei dieser Aufteilung noch eone große Anzahl kleinerer Details, die sind aber im aktuellen Fall nebensächlich.
Während die drei anderen Besatzungsmächte ganz (Sowjetunion) oder größtenteils (Großbritannien und Frankreich) aus Deutschland abgezogen sind und kaum noch eigene Militärstandorte betreiben, halten die USA an diesen Relikten aus der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg krampfhaft fest. Aus taktischen Gründen wurden in jener Zeit viele US-Standorte in eher dünn besiedelten Regionen in Rheinland-Pfalz errichtet, obwohl das damals zur Französischen Besatzungszone gehörte.
Baumholder ist einer dieser Militärstandorte, Ramstein ebenso wie auch das US-Militärkrankenhaus in Landstuhl oder der Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem. Eine Milliarde US-Dollar wollen die USA in den Ausbau der Militärstandorte in Deutschland investieren, davon alleine 207 Millionen Dollar in den Standort Baumholder. Insgesamt gibt es aktuell noch knapp 20 von den USA betriebenen Militärstützpunkte in Deutschland. Außerdem gibt es zwei britische Militärstützpunkte, vier der NATO und fünf von Deutschland in Kooperation mit einem ausländischen Staat betriebene Militärstützpunkte, so zum Beispiel die deutsch-französische Brigade in Müllheim.
Keine anderen Militärstandorte in Deutschland werden derzeit ausgebaut.
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