US-Wahlen 2020_ Washington gegen den Rest Amerikas

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US-Wahlen 2020_ Washington gegen den Rest Amerikas
Datum: 09.06.2020 - 10:47 Uhr

Das »Grenell-Dossier« ist eingeschlagen wie eine Bombe: das Dokument, das vor einigen Wochen an die Presse gegeben wurde, zeigte auf, wie Barack Obama, Joe Biden und andere Demokraten in die »Michael-Flynn«-Affäre verwickelt waren, die Flynn demaskierten, um Donald Trump aus dem Amt zu entfernen.

Flynn ist Demokrat, der von seinen eigenen Leuten in einem politischen Schachzug geopfert wurde, weil er bereit war, der neuen (Trumps) Regierung und der Öffentlichkeit zu dienen, auch wenn Entscheidungen nicht unbedingt seiner eigenen Parteilinie entsprächen.

Ein treffendes Gegenbeispiel dieser Überzeugungsmentalität ist General Jim Mattis: der ehemalige Verteidigungsminister griff die Trump-Regierung an, als sie US-Truppen aus dem Ausland zurückziehen wollte.

Rick Grenell tweetete daraufhin: »Einer der größten Gegner der Entscheidung, US-Truppen nach Hause zu bringen, war Mattis. Er kämpfte hart für den status quo. Donald Trumps stand zu seinem Wahlkampfversprechen und wollte diese Entscheidung durchsetzen. Warum würde Mattis ein Amt annehmen und dann diese Entscheidung untergraben? Weil er handelt, wie ein DC-Typ.«

In einem Fox News Interview erklärte Grenell, was er mit dem Ausdruck »DC-Typ« meint: »Wir haben ein wirkliches Problem in Washington DC. Es existiert ein System, indem Demokraten und Republikaner miteinander ringen, um eine gute Politik zu bilden. Es ist kein Kampf zwischen Republikanern und Demokraten, es ist ein Kampf zwischen Washington und dem Rest von Amerika. «

»Wir haben ein System in Washington, das Jobs an jene verteilt, die dort vor Ort sind oder jene, die einen Kontakt haben. […]Es gibt keine Stimme von außen. ES gibt keine Perspektive von außen. Wenn jemand wie Donald Trump daherkommt und etwas anders machen will, dann wird er angegriffen, weil er das System zerstört und nicht nach ihren Regeln spielt.«

»Man muss Teil des Systems sein. Bevor man es weiß, ist man indoktriniert,« so Grenell weiter, der sich selbst gegen Kritik in seiner Rolle als US-Geheimdienstchef behaupten musste.

Tucker Carlson erkannte, dass es sich bei einem solchen System nicht um Demokratie handelt, da die Amtsträger nicht durch Wahlen entschieden werden, sondern durch Klüngel oder Günstlingswirtschaft.

Sven von Storch

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