US-Truppen verlegen über 37.000 Mann
US-Truppen verlegen über 37.000 Mann
Datum: 15.01.2020 - 11:51 Uhr
Es ist das Jahr 2028. Die NATO-Streitkräfte in Osteuropa stehen unter schwerem Beschuss und bedürfen dringend Verstärkung. Die US-Streitkräfte gewähren die schnelle Entsendung von über 30.000 Soldaten samt Material und Fahrzeugen. Das ist das der US-Übung »Defender 2020« zugrunde liegende Szenario.
Neben 9.000 bereits in Deutschland stationierten US-Soldaten werden 20.000 in den USA stationierte Soldaten der US-Army, 7.000 Nationalgardisten aus zwölf US-Bundesstaaten und 750 Reservisten an der Übung teilnehmen. Die überseeischen Streitkräfte werden über 14 See- und Lufthäfen in Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden Europa erreichen. Anschließend werden sie zu einem Teil auf Transportzüge verladen und auf der Schiene an ihre Ziele in Polen und dem Baltikum verbracht. Ein großer Teil der Einheiten wird jedoch auf eigenen Rädern (und Ketten!) quer durch Deutschland Richtung des imaginären Schlachtfelds rasseln.
Die noch unter der Obama-Administration beim NATO-Gipfel 2014 in Wales beschlossene Übung stößt vor allem in Russland weder auf Verständnis noch auf Zustimmung. Die Merkel-Regierung und Mainstreammedien in Deutschland jedoch verteidigen diesen Truppenaufmarsch vehement und bezeichnen diese Kriegsübung als »richtiges und notwendiges Zeichen« in Richtung Russland.
Russland selbst hält sich mit Äußerungen zu dem Truppenaufmarschplänen nahe den eigenen Staatsgrenzen bedekct, vermeldete lediglich Ende des vergangenen Jahres die Einsatzbereischaft sogenannt Hyperschall-Gleiter, die im Raum Orenburg, also fernab des Geschehens, stationiert werden.
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