US-Krisengipfel wegen Nordkoreas Raketenabschuss

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US-Krisengipfel wegen Nordkoreas Raketenabschuss
Datum: 18.11.2022 - 11:44 Uhr

Die Biden-Administration zeigte für den jüngsten vom nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Un anberaumten Raketenabschuss genau so wenig Interesse wie bei den zuvor über 50 Abschüssen in diesem Jahr. Die Rakete flog über das Festland ins Japanische Meer und ging dort westlich der japanischen Seezone im Wasser. So weit, so gut. Auch dass die Rakete mit atomaren Sprengköpfen ausgestattet werden könnte, machte niemanden in der Biden-Truppe nervös. Eine entsprechend ausgerüstete Rakete könnte Japan erreichen oder Südkorea; sich selbst wähnte man in sicherer Entfernung.

Irrtum!

Die jetzt abgeschossene Rakete ist eine sogenannte »ICBM«, eine Interkontinental-Rakete, die, wie der Name schon verrät, mit ihrer deutlich höheren Reichweite die Distanz zwischen Kontinenten überbrücken kann. Somit sind auch die USA in Reichweite von Kims Raketen und schon schrillen die Alarmglocken bei Biden und seinen Genossen. So lange man sich bei der Biden-Administration sicher gefühlt hatte, konnte der kleine, dickliche nordkoreanische Diktator machen, was er will. Da galt Russland als Feindbild Nummer eins. Jetzt aber, wo Pjöngjangs Raketen auch die USA erreichen können, wird man auf einmal furchtbar nervös in Washington und will ein Treffen mit den Verbündeten, die man zuvor schmählich der Bedrohung alleine ausgesetzt hatte, einberufen.

»Die Raketenversuche sind ein dreister Verstoß gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, erhöht die Spannungen unnötig und riskiert, die Sicherheitslage in der Region zu destabilisieren. Die Aktion zeigt, dass Nordkorea seinen illegalen Massenvernichtungswaffen und ballistischen Raketen weiterhin Vorrang vor dem Wohlergehen seiner Bevölkerung einräumt«, beeilet sich  das Weiße Haus jetzt Stellung zu beziehen. Vizepräsidentin Kamala Harris wird nun ganz plötzlich während des Treffens mit den Staats- und Regierungschefs von Japan, Südkorea, Kanada, Australien und Neuseeland zusammentreffen.

Sven von Storch

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