US-Demokraten fordern Kursänderung in der Ukraine-Krise
US-Demokraten fordern Kursänderung in der Ukraine-Krise
Datum: 26.10.2022 - 09:58 Uhr
Die Biden-Administration hat bisher Militärhilfe in Höhe von über 60 Milliarden US-Dollar an die Ukraine geschickt. Sowohl bei den US-Demokraten wie auch bei den US-Republikanern gibt es Kritiker, die glauben, dass die konfrontative Linie des Weißen Hauses sowohl kostspielig ist als auch zur Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine beiträgt. Im Repräsentantenhaus haben sich nun 30 Abgeordnete der US-Demokraten zusammengefunden, um Biden zu drängen, sich für Friedensverhandlungen einzusetzen.
»Angesichts der Verwüstung, die dieser Krieg für die Ukraine und die Welt angerichtet hat, sowie des Risikos einer katastrophalen Eskalation glauben wir auch, dass es im Interesse der Ukraine, der Vereinigten Staaten und der Welt liegt, einen langwierigen Konflikt zu vermeiden«, so die Mitglieder in einem offenen Brief an Biden. Die bisherige Militärhilfe in Höhe von über 60 Milliarden US-Dollar wird hingegen nur indirekt und hinter vorgehaltener Hand von den US-Demokraten kritisiert.
Da sind die US-Republikaner weitaus deutlicher. Deren Kritiker an Bidens Ukraine-Linie haben klar gesagt, dass sie strengere Kontrollen der Hilfe für die Ukraine einführen wollen, wenn ihre Partei nach den Zwischenwahlen später in diesem Jahr die Kontrolle über den Kongress gewinnt, schreibt Reuters.
Interessant in diesem Zusammenhang ist der Kommentar des Sprechers des Außenministeriums, Ned Price. Während nämlich Selenskij öffentlich immer noch von großen Offensiven, Wunderwaffen und dem Endsieg schwadroniert, scheint bei seinen Getreuen mehr und mehr der Realitätssinn Einzug zu halten. Ned Price sagte: »Im Moment haben wir wiederholt von ukrainischen Partnern gehört, dass dieser Krieg nur durch Diplomatie und Dialog enden wird. Wir haben keine Gegenerklärung oder Absage von Moskau gehört. Das zeigt uns, dass sie bereit sind, sich an dieser Diplomatie und diesem Dialog zu beteiligen.«
Diplomatie und Gespräche zur Lösung des Konfliktes statt dem Gefasel von Wunderwaffen und Endsieg - so kann die Beilegung funktionieren.
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