US-Außenminister Blinken verspricht Selenskij mehr Geld und Verlängerung des Krieges

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US-Außenminister Blinken verspricht Selenskij mehr Geld und Verlängerung des Krieges
Datum: 26.04.2022 - 11:22 Uhr

Mit dem Geschenk des Schützenpanzers Marder aus deutschem Bestand auf Kosten des deutschen Steuerzahlers für die Ukraine wird es wegen des Vetos der Schweiz bezüglich des Re-Exports der im Alpenland produzierten Munition für den Marder wohl erstmal nichts. Zu Selenskijs Glück aber hatte die Biden-Administration gleich zwei Minister auf den Weg in die Ukraine entsendet. Außenminister Antony Blinken und Verteidigungsminister Lloyd Austin konnten Selenskij die beruhigende Nachricht übermitteln, dass Biden und Co. weiterhin Waffen und schweres Kriegsgerät liefern werden.

Man wolle Russland schwächen, sagte Blinken wörtlich nach dem dreistündigen Treffen gegenüber der Presse, »und den Krieg für Russsland so kostsspielieg wie möglich machen.« Das versprochene Leistungspaket umfasse nicht nur Waffen und schweres Kriegsgerät, sondern auch weitere finanzielle Hilfen. 320 Millionen US-Dollar gehen direkt an die Ukraine für weitere Auf-, Aus- und Nachrüstung, rund 400 Millionen US-Dollar fließen an die Staaten, die die Ukraine mit Rüstungsgütern beliefert.

Die zugesagten Waffen und Waffensysteme aus den USA, darunter auch Artilleriegeschütze und Helikopter, entsprechen allerdings bei Weitem nicht mehr den moderen Standards, sondern sind Restbestände der US-Streitkräfte aus deren veralteten Arsenalen. Ein solches Vorgehen ist in den USA nicht ganz neu. Im Korea-Krieg von 1950 bis 1953 verbriet die USA Altbestände an Waffen und Material aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Vietnam-Krieg, an dem sich die USA zunächst mit Militärberatern beteiligte, bevor sie am 26. November 1963, vier Tage nach dem tödlichen Attentat auf John F. Kennedy, offiziell in den Krieg eintraten, wurden ebenfalls Restbestände aufgebraucht und so Platz für moderne Waffen geschaffen.

Sven von Storch

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