Unterscheidung in Opfer Erster und Zweiter Klasse_

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Unterscheidung in Opfer Erster und Zweiter Klasse_
Datum: 22.03.2018 - 09:27 Uhr

Seit dem Mord an der 15-Jährigen Mia in einem Drogeriemarkt in Kandel, begangen durch einen angeblich gleichaltrigen Asylbewerber aus Afghanistan, ist die pfälzische Kleinstadt zum Synonym für derlei Attacken geworden. Doch Mia ist nicht das einzige Opfer eines solchen Mordes geworden. In Flensburg wurde in der vergangenen Woche eine 17-Jährige von einem angeblichen 18-jährigen Asylbewerber aus Afghanistan ermordet. In Berlin versuchte ein angeblich 19-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan seine 17-jährige Freundin in der Havel zu ertränken (sie konnte zum Glück schwimmen, er nicht). In Freiburg wurde die Studentin Maria von einem angeblich 15-jährigen »MUFL« erst vergewaltigt und dann in der Dreisam ertränkt. Die Zahl derer und ähnlicher Vorfälle ließe sich noch lange fortsetzen. Doch offizielle Stellungnahmen oder andere Formen breiter öffentlicher Beileidskundgebungen blieben weitestgehend aus.

Erst seit in Kandel die Bürger massiv auf die Straße gehen und unter dem Motto »Kandel ist überall« sowohl ihren Beistand den Opfern und vor allem deren Angehörigen versichern wie auch gegen die dramatische Zunahme dieser Taten protestieren, wurden die Altparteienvertreter und die Mainstreammedien hellhörig. Man beeilte sich und verfasste gemeinsame Erklärungen, mit denen man die Menschen in Kandel zu diskreditieren versuchte. Die Demonstranten wollten den Mord an Mia instrumentalisieren, hieß es. Man wolle gar nicht sein Mitleid, seine Sorgen und Ängste kundtun, sondern man habe ganz andere Intentionen, wollten diese Parteibonzen und die Medienvertreter erkannt haben.

Es musste schnell Abhilfe her. Die wurde auch gefunden. Diverse »Toleranz- und Friedensbündnisse« haben in den vergangenen Tagen kleinere Märsche abgehalten und Lichterketten gebildet. Aber nicht etwa für diese eingangs erwähnten Opfer jener Morde. Gemahnt wird stets, dass man »ein friedliches Zeichen für Menschlichkeit setzen und Solidarität zeigen wolle mit Leuten, die bedroht, diffamiert oder ungerecht behandelt werden«, so wie es unter anderem die »Rheinpfalz Zeitung« über eine Kundgebung in Landau berichtet.

Wohlgemerkt:  Mädchen und Frauen, die von afghanischen oder sonstigen Asylbwerbern, »Flüchtlingen« oder Migranten vergewaltigt, missbraucht und/oder gemordet wurden, werden in der Aufzählung nicht erwähnt.

Sven von Storch

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