Union vor AfD, BSW drin, FDP draußen

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Union vor AfD, BSW drin, FDP draußen
Datum: 18.02.2025 - 10:38 Uhr

Der Sauerländer Merz wird nach der Bundestagswahl am kommenden Sonntag wohl mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt werden. Das zumindest geben die Zahlen der aktuellen Umfrage her und bis zur Wahl ist es nicht mehr lang. Allerdings dürfte sich diese Regierungsbildung als weitaus schwieriger gestalten, als es sich der ehemalige BlackRock-Finanzjongleur vorstellt. Zumal die Union ja bereits aus zwei Parteien besteht, nämlich der CDU und ihrer kleinen Schwester, der bayrischen CSU. Und wie kleine Schwestern so sind, kann auch die CSU manchmal ganz schön nervig sein. Vor allem bei der Regierungsbildung.

Der »Wunschpartner« der Union, die sonst immer wieder gerne als Mehrheitsbeschaffer kontur- und gesichtslose FDP, bleibt nämlich in der kommenden Legislatur außen vor. Stattdessen werden erstmals nach einer Wahl zwei kommunistische Parteien im Bundestag vertreten sein: sowohl die mehrfach umbenannte SED wie auch die Ein-Frauen-Show der Wagenknechte ziehen ins Parlament ein. Genau damit wird es für den Brilon-Fritz noch schwieriger, eine Regierung zusammen zu schustern.

Die SPD rund um CumEx-Scholz hat sich ja bereits ordentlich an Merz heran gewanzt, um bloß irgendwie am Topf der Macht (und finanziellen Tropf) bleiben zu können. Doch durch den mutmaßlichen Einzug der beider Kommunistenparteien ins Parlament reicht das nicht. Es bleiben also nur noch die Öko-Sozialisten rund um Habeck und Baerbock. Doch da spuckt dem Merz der widerborstige Franke Söder von der CSU in die Suppe. Mit den Grünen werde er keine Koalition eingehen, polterte der bereits mehrfach von südlich des Weißwurstäquators. Wobei: niemand wendet sich politisch schneller als Söder; das hat die Vergangenheit mehrfach bewiesen.

Rechnerisch gäbe es eine stabile Mehrheit für Merz: mit der AfD. 358 (Union 207 / AfD 151) Sitze von 630 im Parlament. Damit könnte man gut regieren - wenn man den Wählerwillen seitens der Union dann auch berücksichtigen wolle. Nur genau das WOLLEN Merz und seine Konsorten eben nicht.

Sven von Storch

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