Ungarn und Österreich verstärken Zusammenarbeit
Ungarn und Österreich verstärken Zusammenarbeit
Datum: 22.04.2020 - 12:25 Uhr
Am gestrigen Dienstag verabredeten der ungarische Außen- und Wirschaftsminister Péter Szijjártó und der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg per Videokonferenz eine Intensivierung der Zusammenarbeit beider Länder, um sowohl die Ausbreitung des Corona-Virus wie auch dessen Folgen gemeinsam zu bekämpfen. Ein weiteres Ziel sei zudem die Verabscheidung gemeinsamer Maßnahmen zur Verhinderung der illegalen Migration. Die Konferenz erfolgte am Vorabend der Eröffnung eines neuen Grenzübergangs zwischen den beiden Ländern. Dieser neue Übergang wird die beiden Orte Fertőrákos und Sankt Margarethen im Burgenland miteinander verbinden.
Beide Regierungen sind daran interessiert, den kleinen Grenzverkehr zwischen Österreich und Ungarn auch in der Zeit des Corona-Virus weiter aufleben zu lassen. Für Ungarn ist Österreich der zweitwichtigste Handelspartner, viele Menschen aus dem Westen des Landes würden zudem täglich nach Österreich an ihren Arbeitsplatz pendeln. Das gelte vor allem für die Menschen in Ödenburg (Sopron), Steinamanger (Szombathely) und anderen grenznahen Gemeinden. Der neue Übergang soll den bisherigen Übergang in der Gemeinde Klingenbach entlasten.
Darüber hinaus wollen beide Länder sich auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Verhinderung der illegalen Migration verständigen. Die Regierungen Österreichs und Ungarns liegen mit ihren Standpunkten so dicht beieinander, so die offizielle Verlautbarung der ungarischen Regierung, dass es schon beinahe automatisch auf gemeinsame Entscheidungen hinauslaufen wird. Ungarn steht nach wie vor auf dem Standpunkt, dass jedwede illegale Migration zu unterbinden ist und ist bereit, mit allen Ländern zusammen zu arbeiten, die diesen Standpunkt teilen, so Minister Szijjártó.
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