Ungarn setzt beim Corona-Impfschutz auf das russische Mittel
Ungarn setzt beim Corona-Impfschutz auf das russische Mittel
Datum: 03.12.2020 - 09:37 Uhr
Russland meldete bereits im vergangenen August, dass sein Corona-Impfschutzmittel »Sputnik« durchgetestet, sicher, wirksam und auf dem Markt verfügbar sei. Die EU und vor allem die Merkel-Regierung samt ihrer bevorzugten »Experten« warnten wegen angeblicher Mängel vor dem russischen Impfschutz. Man solle besser auf den in der EU oder in Deutschland erforschten Impfschutz warten, so die Mahnung.
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán entschied jetzt, dass sein Land nicht länger warten werde, bis irgendwann in der Zukunft die EU und/oder Deutschland endlich Vollzug melden. Den Ungarn wird in Kürze zur Schutzimpfung gegen Corona das russische Impfschutzmittel zur Verfügung stehen, vermeldeten ungarische Medien gestern.
Ungarn wäre damit der erste EU-Mitgliedstaat, der Zugang zum russischen Impfstoff Sputnik hat. Das Land habe bereits mit Tests begonnen und wenn sie erfolgreich sind, kann es bald mit der Herstellung und dem Vertrieb des Impfstoffs beginnen. Laut Russland ist der Impfstoff sicher, dennoch bedarf es einer umfangreichen Testung in Ungarn, so die Berichte, um bei dem Menschen dort eine höhere Akzeptanz zu schaffen.
Selbstverständlich kritisiert die EU die Entscheidung Ungarns, so wie sie fast alles kritisiert, was die Regierung von Viktor Orbán auf den Weg bringt. Angeblich stoße sich die EU daran, dass der Impfstoff nicht von der EU-Arzneimittel-Agentur zugelassen wurde. Was wohlweislich verschwiegen wird: es gibt eine Lücke in den EU-Vorschriften, wonach Länder in Krisensituationen auch andere Impfstoffe erhalten, solange sie diese innerhalb ihrer Grenzen halten.
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