Ungarn plant Errichtung eines Grenzzauns zu Rumänien

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Ungarn plant Errichtung eines Grenzzauns zu Rumänien
Datum: 26.09.2017 - 10:50 Uhr

Ungarn war 2015 eines der Länder, die von der Flüchtlingswelle mit voller Wucht getroffen und überrumpelt wurden. Tagelang bevölkerten tausende Migranten, die über die Balkanroute ins Land eingeströmt waren, den Hauptbahnhof von Budapest und verwandelten die Kernstadt in ein offenes Lager. Noch einmal, so das Ansinnen des ungarischen Ministerpräsidenten Victor Orbán, sollten sich solche Bilder nicht wiederholen. Und im Gegensatz zu Merkel, die die identischen Worte spricht, aber nicht entsprechend handelt, lässt Orbán seinen Worten auch die entsprechenden Taten folgen.

Die Grenzen zu Serbien und Kroatien sind schon weitestgehend gesichert. Aufgrund aktueller Meldungen, die von der Etablierung einer neuen Flüchtlingsroute über das Schwarze Meer via Bulgarien und Rumänien berichten, trägt man sich in der ungarischen Regierung mit dem Gedanken, einen Zaun an der fast 300 Kilometer langen Grenze zu Rumänien zu errichten.

Regierungssprecher Zoltan Kovacs bestätigte in einem Gespräch mit der österreichischen Zeitung »Krone«, dass es solche Pläne bereits gebe und die Errichtung einer entsprechenden Grenzsicherung innerhalb weniger Wochen möglich sei. Die Errichtung der identischen Anlagen an den Grenzen zu Serbien und Kroatien bewertet Kovacs in diesem Gespräch als äußerst positiv. Sie »haben geholfen, der Flüchtlingsstrom über die Westbalkanroute wurde dadurch gestoppt.«

Ungarn werde sich darüber hinaus weiterhin gegen das aus Brüssel ergangene Diktat der Flüchtlingsaufnahme verweigern. Dieses Vorgehen sei ein Verstoß gegen die »nationale Hoheit«, der man sich mit allen Mitteln zur Wehr setzen werde. »Wir geben unsere Entscheidungsmacht nicht auf. Brüssel will unsere Souveränität beschneiden, sodass andere die Entscheidungen für uns treffen«, sagte Kovacs.

Sven von Storch

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