Umweltaktivisten und Laiendarsteller proben Mittelmeerüberfahrt

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Umweltaktivisten und Laiendarsteller proben Mittelmeerüberfahrt
Datum: 03.05.2019 - 12:46 Uhr

Die Organisationen, die im Mittelmeer »Flüchtlinge« direkt an der libyschen Küste an Bord nehmen und per Express in die EU einschleusen, haben es derzeit nicht leicht. Einige ihrer bevorzugten Häfen, vor allem in Italien und Malta, verweigern die Zufahrt. Das Renommee der Organisationen ist derart ramponiert, dass die zuvor so üppig sprudelnden Spendengelder wohl weniger werden. Um das Dilemma abzurunden hat die Open Society Foundation von George Soros, die diese »Retter« zuvor finanziell stark unterstützt hat, mit Greta Thunberg über die Lobbygruppe ONE ein neues Spielzeug entdeckt, das wesentlich medienwirksamer ist und investiert anscheinend jetzt dort.

Seawatch setzt auf die Macht des Bildes und erstellt dazu in einem Wellenbad einen Propagandafilm mit einem Schlauchboot und einer Handvoll Laiendarstellern. Diese hocken sich in das Boot, und die Wellentechnik des Bades wird angeschaltet, um die Protagonisten ordentlich durchzuschütteln. Abgerundet wird das ganze Szenario von Spezialeffekten wie Blitzen und Windgeheul. Ein wahrlich dramatisches Schauspiel.

Einer der Verantwortlichen dieser Szenerie erklärte, er wolle mit diesem Machwerk auf die Not der »Flüchtlinge« hinweisen. Die Migrationspolitik nehme »den Tod Tausender billigend in Kauf«. Man wolle »mit dem Experiment zum Nachdenken über fundamentale Menschenrechte anregen.«

Er übersieht dabei geflissentlich, dass seine und die anderen Aktivisten mit ihren Schleppertätigkeiten unmittelbar für das ertragreiche Geschäft der Schlepperbanden auf dem afrikanischen Kontinent mitverantwortlich sind. Denn würde man in den Quellländern die Voraussetzungen für eine klar geregelte Migration schaffen, wäre das Schleuser- und Schleppergeschäft sofort trockengelegt. Doch dann wäre auch die Existenz der »Retter« hinfällig und sie müssten (wieder) regulären Berufen nachgehen.

Sven von Storch

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