Umfragedebakel für Landes-Regierung in Mecklenburg-Vorpommern
Umfragedebakel für Landes-Regierung in Mecklenburg-Vorpommern
Datum: 20.10.2022 - 09:54 Uhr
Im Herbst des vergangenen Jahres wurde in Mecklenbburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Ausgezählt wurden da für die SPD 39,6 Prozent, die mit großem Vorsprung die stärkste Fraktion im Landtag stellt und an der Spitze einer rot-rot-grünen Landesregierung steht. Für die Koalitionäre wurden 9,9 Prozent bei der mehrfach umbeannten SED und 6,3 Prozent bei den kriegslüsternen Grünen ausgezählt.
Zweitstärkste Fraktion im Landtag und damit führende Oppositionspartei ist die AfD (16,7 Prozent). Noch mit im Landtag vertreten sind die CDU (13,3 Prozent) und die FDP (5,8 Prozent). So weit die Zahlen von der Landtagswahl 2021.
Die aktuellen Umfragen aber geben ganz andere Zahlen wieder und vor allem bei der SPD dürfte wohl so etwas wie eine Schockstarre einsetzen. Derzeit liegt sie bei der aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR - also einem regierungstreuen Staatssender - nur noch bei 28 Prozentpunkten. Das ist im Vergleich zur Wahl ein Verlust von knapp 12 Punkten und gegenüber der vorherigen Umfrage vom Juni 2022 ein Rückgang um 2 Prozent. Der Vorsprung der SPD auf den Zweitplatzierten, die AfD, ist von 23 Prozent bei der Wahl 2021 auf jetzt nur noch magere vier Pünktchen zusammen geschrumpft.
Denn für die AfD gibt es in Mecklenburg-Vorpommern von Umfrage zu Umfrage mehr Prozentpunkte. Jetzt wird sie mit 24 Prozentpunkten »tarifiert«; das ist ein Plus von 7,3 gegenüber der Wahl 2021 und ein Plus von 5 Prozentpunkten gegenüber der Juni-Umfrage.
Mecklenburg-Vorpommern ist da keine Ausnahme. In aktuellen Umfragen befindet sich die AfD nahezu überall auf Rekordkurs. Besonders ins Auge fallen selbstverständlich die Werte in Brandenburg (25 Prozentpunkte / Platz 1), Thüringen (26 Prozentpunkte / Platz 1) und Sachsen (28 Prozentpunkte / Platz 1).
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