Umfrage in den USA zeigt Gründe auf, die gegen einen Wahlsieg Clintons sprechen
Umfrage in den USA zeigt Gründe auf, die gegen einen Wahlsieg Clintons sprechen
Datum: 28.10.2016 - 08:56 Uhr
Die Liste der Vorwürfe gegen Clinton ist lang und schier endlos. Und weil das so ist, wird sie den Wahlkampf um die US-Präsidentschaft nicht gewinnen. Das zumindest ist die feste Überzeugung vieler sogenannter »Normalbürger« in den USA. Sie begegnen Clinton, ihrem Machtapparat und dem gesamten Clinton-Clan aufgrund der zahlreichen Verstrickungen in Skandale und Skandälchen mit unverhohlener Abneigung. Das Nachrichtenmagazin »n-tv« hat einen Auszug der Verstrickungen, Peinlichkeiten und Verfehlungen Clintons in einem Bericht aufgelistet und Gründe für die Vorbehalte angeführt.
Das am meisten diskutierte Thema ist die sogenannte »E-Mail-Affäre. Clinton hat in ihrer Tätigkeit als Außenministerin für zahlreiche Mails nicht ihr offizielles E-Mail-Konto genutzt, sondern einen Teil ihrer Korrespondenz über ihr privates Konto geführt. So landeten etliche als geheim eingestufte Mails landeten darauf. Als sie im Rahmen einer Untersuchung dieser Vorfälle ihre Korrespondenz aushändigen sollte, löschte sie 33.000 Mails. Vielen US-Bürger dient dieses Vorgehen als Beweis, dass Clinton glaube, sie stünde über dem Gesetz und könne sich folgenlos über Rechtsnormen hinweg setzen.
Diese Perspektive wird durch die Wikileaks-Enthüllungen stets neu bestätigt. Ein Großteil der Korrespondenz von Clintons Wahlkampfteam ist in die Hände von Julien Assange und seine Mitstreiter gelangt und wurde und wird punktuell veröffentlicht. Aus diesen veröffentlichten Mails und Mitschnitten geht hervor, dass Clintons Aussagen in der Öffentlichkeit mitunter stark von ihren tatsächlichen Plänen abweichen. Aber auch andere Peinlichkeiten, Verstrickungen und Peinlichkeiten wurden so publik.
Regelmäßig steht auch die Clinton-Stiftung im Fokus der Kritik. Durchdiese Stiftung hat der Clinton-Clan über Jahre Milliarden an Geldern generiert. Doch sowohl die Quellen der Gelder wie auch deren Verwendung ist weitgehend intransparent. Und die wenig bekannten »Spender« werden in den USA nur als bedingt unkritisch betrachtet. Gerade Saudi-Arabien, einer der größten Geldgeber Clintons, wird aufgrund der Unterstützung der Terrorangriffe vom 11. September 2001 auf das World Trade Center und das Pentagon von vielen US-Bürgern als Schurkenstaat betrachtet. Da ist es für Clinton eher kontraproduktiv, dass nicht nur ihr Clan seit etlichen Jahren mit Geldern aus dem arabischen Königreich unterstützt wird. Auch die Tatsache, dass die Saudis etwa 20 Prozent ihrer aktuellen Wahlkampagne abdecken, fällt ihr momentan auf die Füße.
Mehr dazu hier bei »n-tv«: Die lügende Hexe
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment