Umfrage_ 44 Prozent in Deutschland besorgt wegen hoher Inflationsrate
Umfrage_ 44 Prozent in Deutschland besorgt wegen hoher Inflationsrate
Datum: 19.01.2022 - 10:12 Uhr
Alles in Deutschland wird teurer: Miete und Nebenkosten ohnehin, Energie, Treib- und Brennstoffe wegen der politisch initiierten Energiewende und den dafür erhobenen Zusatzsteuern sowieso. Doch auch Dinge des alltäglichen Bedarfs wie Lebensmittel oder Kleidung werden für viele Menschen in diesem Land langsam aber stetig schwer oder gar nicht mehr bezahlbar. Die Postbank gab bei Yougov eine Umfrage in Auftrag, das Ergebnis ist schockierend: jeder neunte Deutsche kann nach eigenen Angaben kaum noch seine Lebenshaltungskosten bezahlen. Von den Befragten in Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 2.500 Euro stieg diese Quote von 11 auf 17 Prozent.
Die Inflation in Deutschland ist so hoch wie zuletzt vor 30 Jahren, im Euro-Raum ist sie auf dem historischen Höchststand. Die Kaufkraft des Euro schwindet in rasantem Tempo. In der besagten Umfrage gaben 44 Prozent der Befragten an, dass sie sehr beunruhigt aufgrund der hohen Inflationsrate seien, 43 Prozent der Befragten waren etwas beunruhigt.
Postbank-Chefvolkswirt Marco Bagel fasste die Ergebnisse der Umfrage zusammen: »Der starke Anstieg der Inflation sorgt in großen Teilen der Bevölkerung für Verunsicherung. Da sich Lebensmittel, Energie und Kraftstoffe erheblich verteuert haben, die Einkommen mit der Preisentwicklung aber nicht Schritt halten können, schrumpft der finanzielle Spielraum.«
Ein Viertel der Befragten gab an, dass sie von dem zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommen nichts sparen könne. In den unteren Einkommensgruppen fehlen die finanziellen Reserven, sagt Bargel. Auf den Konten verlören die Ersparnisse durch Negativzinsen und Inflation massiv an Wert, dadurch werde der finanzielle Spielraum für die einkommensschwachen Haushalte noch weiter verkleinert.
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