Ukrainischer Botschafter will Langstreckenraketen von Berlin

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Ukrainischer Botschafter will Langstreckenraketen von Berlin
Datum: 01.08.2023 - 10:27 Uhr

Der von Selenskij, dem Wertewesten und den ihnen angepassten westlichen Medien so oft - und falsch - propagierte angebliche »Verteidigungskrieg« der Ukraine läuft eher bescheiden. Nach der Unabhängigkeitserklärug der Republiken Luhansk und Donezk im April 2014 marschierte die ukrainische Nationalarmee in beide Republiken ein und besetzte beide Länder fast vollständig. Nur im äußersten Osten der umkämpften Gebiete gelang es der Unabhängigkeitsbewegung sich festzusetzen und gegen die Invasionsarmee zu behaupten; dank der Unterstützung russischer Freiwilliger.

Trotz der vielfachen Hilferufe aus Luhansk und Donezk, gerichtet an Brüssel, an Berlin, London, Paris und Washington und sogar an die UN, blieb diese Hilfe aus: der Wertewesten stellte sich taub, blind und stumm. 2021 machte Putin dann Nägel mit Köpfen, erkannte die beiden Republiken als eigenständige Staaten gemäß des Völkerrechts an und entsendete russische Militärverbände. Seit Februar 2022 drängen diese Verbände die ukrainische Invasionsarmee aus den besetzten Gebieten zurück. Selenskij propagiert seit jenen Tagen den angeblichen »Verteidigungskrieg«, der Wertewesten hat dieses Narrativ unzensiert übernommen.

Doch Selenskij führt keinen Verteidigungskrieg: es ist nach wie vor eine von Kiew ausgehende Okkupation, die seit Februar vergangenen Jahres immer schlechter für Selenskij und seine Armee läuft. Seine Truppen bluten an der Hauptkampflinie im Donbas aus, immer mehr junge Menschen werden in die Uniform gepresst und verlieren ihr Leben für seine Expansionspolitik. Es läuft dermaßen schlecht, dass er nun sogar zur weltweit geächtete Streumunition greift und gar nicht länger versucht, die Mär von dem Verteidigungskrieg aufrecht zu erhalten. Drohnenangriffe auf Städte oder Terroranschläge auf Infrastruktur tief im russischen Hinterland sind nur ein Indiz.

Ein weiteres ist die unverhohlene Forderung seines Botschafters in Berlin. Oleksii Makeiev verlangt von der Berliner Ampel die Überlassung von Langstreckenraketen. Die sind nicht für den unmittelbaren Nahkampf entlang der Hauptkampflinie gedacht. Mit Langstreckenraketen, wie der Name schon sagt, werden weit entfernte Ziele beschossen. Der Marschflugkörper Taurus, den Makeiev unbedingt haben will, hat eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern. Das hat dann mit »Verteidigung« gerade einmal gar nichts mehr zu tun.

Sven von Storch

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