Ukraine laut Stoltenberg gut gerüstet für eine Offensive

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Ukraine laut Stoltenberg gut gerüstet für eine Offensive
Datum: 28.04.2023 - 10:33 Uhr

Selenskij hat seit Wochen und Monaten immer wieder eine groß angelegte Offensive seiner Streitkräfte angekündigt und dafür vom Wertewesten immer wieder neue und mehr Waffen gefordert. Der habe, sagt NATO-Chef Stoltenberg, jetzt 98 Prozent der geforderten Waffen geliefert, die Ukraine sei aus Sicht der NATO also bereit, ihre Offensive zu starten. 230 Panzer haben die NATO-Länder an die Ukraine übergeben, so Stoltenberg. Was er dabei zu erwähnen vergisst, ist die Tatsache, dass diese übergebenen Kampfpanzer zum Großteil technisch veraltet sind und den Ansprüchen der modernen Kriegsführung längst nicht mehr entsprechen. Ihnen gegenüber werden rund 4.000 Kampfpanzer moderner und modernster Technik auf russischer Seite mit gut geschultem und trainiertem Personal entgegenstehen. In den ukrainischen Panzern sitzen Hilfskräfte, die bestenfalls einen dreimonatigen »Crash-Kurs« absolviert haben. Es braucht keines abgeschlossenen Militärstudiums, um den Ausgang dieses ungleichen Kampfes vorhersagen zu können.

 

Daran wird auch die von der NATO an die Ukraine übergebene Zahl von 1.550 gepanzerten Fahrzeugen nichts ändern. Ihnen werden mehr als 50.000 Schützenpanzer, Halbkettenfahrzeuge und sonstige gepanzerten Fahrzeuge gegenüberstehen. Auch hier ist das Kräfteverhältnis so eindeutig gelagert, dass das Resultat leicht vorhersehbar ist. Munition habe die NATO auch an die Ukraine übergeben, so Stoltenberg laut einer Pressemeldung. Allerdings war zuvor schon bekannt, dass die Soldaten Selenskijs pro Tag mehr Munition verballern, als alle NATO-Staaten gemeinsam produzieren. Wie lange die jetzt gelieferten Vorräte anhalten, verriet Stoltenberg nicht.

Aktuell ändert sich an der Hauptkampflinie im Donbas relativ wenig: die russischen Bodentruppen drängen langsam aber sicher die ukrainischen Soldaten aus den seit 2014 besetzten Gebieten, ohne sich dabei selbst durch Großangriffe in größere Gefahr zu begeben. Bachmut und Avdiivka sind so gut wie von der Versorgung abgeschnitten, ganz im Norden rücken russische Verbände Richtung Lyman vor und ansonsten hat Russland nach wie vor die absolute Lufthoheit in den umkämpften Gebieten. Die Truppen Selenskijs können bestenfalls den russischen Vormarsch punktuell verzögern; wobei es die russische Armee auch nicht sonderlich eilig zu haben scheint.

Sven von Storch

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