Über 20.000 demonstrieren in Kassel gegen Merkel-Lockdown

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Über 20.000 demonstrieren in Kassel gegen Merkel-Lockdown
Datum: 22.03.2021 - 09:41 Uhr

Mit einem so großen Andrang hatten niemand gerechnet. In Kassel war am vergangenen Wochenende eine Demonstration verschiedener Gruppen gegen den Merkel-Lockdown angekündigt. Die Stadt Kassel hatte die Kundgebung mit einigen Auflagen versehen. So sollte diese auf einem Platz in der Peripherie der Stadt stattfinden, maximal 6.000 Personen seien zugelassen. Für alle Beteiligten, Stadt, Veranstalter und Polizei, schien das absolut in Ordnung. Schließlich ist man ja nicht in einer Demonstrationshochburg wie Berlin, Frankfurt oder Hamburg sondern irgendwo in der nordhessischen Provinz. Selbst Optimisten auf seiten des Veranstalters haben nicht damit gerechnet, dass diese Obergrenze erreicht werden könne.

Schließlich aber versammelten sich über 20.000(!) Menschen aus allen Teilen der Republik und aus allen sozialen Schichten friedlich und ohne Waffen unter dem sonnigen Himmel, um gegen den Merkel-Lockdown zu demonstrieren. Die Schwanenwiese, der von der Stadt Kassel zugewiesenen Kundgebungsort, war übervoll, Abstandsregeln waren beim besten Willen nicht einzuhalten. Nach den Reden bei der Versammlung nutzten die Demonstranten den schönen Tag, um in kleineren und größeren Gruppen einen Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt vorzunehmen.

Die zunächst nur in geringer Zahl vor Ort befindlichen Polizeikräfte konnten die einzelnen Gruppen bestenfalls begleiten, sie zu stoppen war nicht möglich und hätte womöglich zu einer massiven Verschärfung der friedlichen Stimmung geführt. Der Verstoß gegen eine Auflage bei einer Demonstration stellt maximal eine Ordnungswidrigkeit dar, eine in diesem Zusammenhang zu vernachlässigende Rechtsverletzung, die einen Eingriff in das garantierte Grundrecht der Versammlungsfreiheit nicht gerechtfertigt hätte.

Dennoch kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und sich vor Ort befindlichen Demonstranten. Letztere aber gehörten nicht den über 20.000 Merkel-Kritikern an, sondern waren klar zu erkennende etwa 500 Antifa-Mitglieder und deren Sympathisanten, die jede Gelegenheit nutzen, um ihre Kräfte mit der Polizei zu messen. Sie versuchten massiv, die von der Polizei errichtete Trennlinie zwischen sich und den friedlichen Lockdown-Gegnern zu überwinden, was ihnen aber nicht gelang. Die Polizei musste bei diesen versuchten Übergriffen gegen die Antifa Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen.

Die Mainstreammedien versuchen - wie schon so oft bei ähnlichen Kundgebungen - verzweifelt, die Fakten zu verdrehen und erwähnt in den reißerischen Überschriften lediglich, dass es zu Gewalt und Polizeieinsätzen kam. Allerdings steht erst irgendwo im vorletzten Absatz der entsprechenden Beiträge, dass diese Gewalt von Antifa, Linken und Autonomen ausging.

Besonders empfehlenswert über die Ereignisse vor Ort ist auch der Bericht von Boris Reitschuster hier.

 

 

Sven von Storch

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