Über 100 Fahrzeuge in Göteborg und anderen Städten abgebrannt

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Über 100 Fahrzeuge in Göteborg und anderen Städten abgebrannt
Datum: 14.08.2018 - 11:35 Uhr

Göteborg, Trollhättan, Frölunda und Hjällbo wurden in den gestirgen Abendstunden zum Schauplatz von Jugendbanden verübten Terrors. Nahezu gleichzeitig gingen in diesen drei Städten insgesamt fast 100 Fahrzeuge in Flammen auf. Die Feuerwehren in den Städten waren bis an ihre Leistungsgrenze gefordert. Ihre Löschversuche wurden zudem noch durch die Jugendlichen gehindert, die die anrückenden Einsatzkräfte mit gezielten Steinwürfen an ihrer Tätigkeit zu hindern versuchten. Erst als die Polizei ebenfalls an den Tatorten auftauchte, verstreuten sich die Vorstadtterroristen in alle Wände. Es gelang der Polizei bisher nicht, auch nur einen einzigen der Täter dingfest zu machen.

Im schwedischen Fernsehen und den Printmedien wird über diese Vorfälle umfangreich berichtet. Allerdings wird auch das komplette Versagen der Polizei thematisiert, die nicht in der Lage war, der Täter habhaft zu werden. Polizeisprecher versichern zwar, dass man sich voll und ganz der Aufklärung dieser Anschläge widmen werden, doch mehr als Zeugenaufrufe stehen bisher nicht auf der Habenseite der Polizei. Man habe zwar einige Jugendliche im Laufe des Abends noch im weiteren Umfeld der Brände aufgegriffen, doch eine Verbindung zu den Taten konnte nicht erstellt werden.

Interessanter als die halbherzigen Bemühungen der Polizei sind da doch die Aussagen diverser Zeugen, die ebenfalls in den Medien zu Wort kommen. Diese sprechen von Gruppen in unterschiedlichen Größen; je nach Tatort waren es sechs bis acht, an anderen Stellen ein Dutzend sowie eine größere Gruppe mit bis zu 25 Personen. Die meisten trugen sportliche Kleidung, Sportschuhe und hatten ihre Gesichter größtenteils mit Masken bedeckt. Doch einige waren unmaskiert und bei denen handelte es sich, so die Zeugenaussagen, um dunkelhaarige junge Männer mit südländischem Aussehen.

Schwedendurchlebt schon seit Wochen und Monaten eine Welle der Gewalt seitens jugendlicher Migrantengruppen. Konsequenzen daraus sind bisher nicht erfolgt. Das könnte sich mit der nächsten Parlamentwahl in wenigen Wochen (09. September) jedoch ändern. In Umfragen liegen die Schwedendemokraten vorne. Sie haben unter anderem die Wiederherstellung des Rechtsstaates und die innere Sicherheit zum Hauptthema ihres Wahlkampfes gemacht.

Sven von Storch

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