Türkei_ Gabriel mahnt Respekt und Anstand an
Türkei_ Gabriel mahnt Respekt und Anstand an
Datum: 09.03.2017 - 08:30 Uhr
Der Propagadanfeldzug des Merkel-Freund Erdogans ist immer noch nicht abgeschlossen. Der de facto Alleinherrscher der Türkei will mit dem von ihm und seiner Partei initiierten Verfassungsreferendum die letzten noch existierenden Fragmente der Demokratie im Land beiseite fegen und eine sogenannte Präsidialdemokratie schaffen. Um diesem Referendum einen halbwegs legalen Anstrich geben zu können, das Ergebnis steht für Beobachter schon lange fest, sendet Erdogan einen seiner Minister nach dem anderen nach Deutschland, um bei den hier lebenden Türken die Propagandatrommel zu rühren. Das stößt mitunter hierzulande auf Kritik. Kritik, auf die Erdogan äußerst aggressiv reagiert und mit »Nazi-Vorwürfen« nur so um sich wirft.
Außenminister Gabriel sah sich berufen, sich zu diesen Vorgängen zu äußern. Er sprach zwar keine Auftrittsverbote aus, betonte aber, dass es bestimmte Regeln gibt, die zu beachten sind; und zwar »Regeln des Rechts und Regeln des Anstands.« Das gelte insbesondere im Wahlkampf, sagte Gabriel.
Das verwundert dann doch ein wenig, denn es sind insbesondere des Gabriels Genossen, die die Regeln des Rechts und des Anstands im Wahlkampf permanent und immer wieder verletzen. Dabei greifen die bekannten Demagogen der SPD recht häufig in die bei ihnen gut gefüllte Kiste des Verballmülls. Schulz, der Scheinheilige aus Würselen, ergeht sich in seinen Wahlkampfreden in Attacken gegen eine Partei und deren Repräsentanten. Dessen Spezi Stegner, im Netz oftmals als »Pöbel-Ralle« bezeichnet, bezieht in seinen Pöbeleien sogar noch die Wähler jener Partei ein. Dass er darüber hinaus weder haltbare noch beweisbare Vorwürfe in unschöner Regelmäßigkeit gegen die Mitglieder der Partei en bloc und en detail heraus bläst, ist ebenfalls eine ganz besondere Eigenheit des Stegners.
Es entbehrt daher nicht einer gewissen Komik (oder Tragik; je nach Sichtweise), dass ausgerechnet ein SPDler dazu aufruft, dass im Wahlkampf die Regeln des Rechts und des Anstands gewahrt werden sollen. Vielleicht sollte Gabriel diese Worte den Herren Schulz und Stegner ins Poesiealbum schreiben.
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