TU wird zum Trainingsgelände für Hausbesetzer
TU wird zum Trainingsgelände für Hausbesetzer
Datum: 31.10.2019 - 12:24 Uhr
Ende September bot der politisch extrem linke Allgemeine Studentenausschuss (AStA) der links orientierten Technischen Universität (TU) Berlin einen ganz besondere Informationsveranstaltung an. Geübt wurden verschiedene Blockadetaktiken im antiimperialistischen Straßen- und Häuserkampf gegen die Vollzugspolizei, verbale und non-verbale Kommunikationstechniken gegenüber der Polizei und spezielle Techniken zur Verweigerung der Personalienherausgabe. Anders ausgedrückt: die Nachwuchskräfte der Antifa wurden von geschulten und erfahrenen Hausbesetzern und anderen Straftätern gezielt in Gesetzes- und Rechtsbrüchen unterwiesen.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller von der SPD, nimmt an dieser Aktion keinen Anstoß. Erließ laut einem Bericht der BZ durch seinen Staatssekretär Steffen Krach ausrichten, dass der AStA versichert habe,es handele sich »um eine Informationsveranstaltung, die den Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht verlassen hat.« Man sei davon ausgegangen, dass in der Veranstaltung »rechtliche Konsequenzen von Protestformen thematisiert wurden.«
Im Anschluss an das Trainingslager in der TU wurden in Berlin zahlreiche linksextrem motivierte Anschläge verübt, unter anderem der Brandanschlag auf das Amtsgericht in Pankow, zu dem sich eine linke Gruppe bekannte. Nahezu zeitgleich griffen in der Rigaer Straße maskierte Straftäter mit Feuerlöschern und Steinen Polizisten an, einen Tag später besetzten Linksextremisten das Gelände der ehemaligen Schultheiß-Brauerei und die ehemalige Stasi-Zentrale in der Frankfurter Allee 187. Dort soll der »Campus für Demokratie« entstehen. Das in der TU vermittelte theoretische Wissen konnte so zeitnah Anwendung in der Praxis finden.
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