Tschad setzt deutschen Botschafter vor die Tür
Tschad setzt deutschen Botschafter vor die Tür
Datum: 11.04.2023 - 09:31 Uhr
Der Tschad, ein knapp 1,3 Millionen Quadratkilometer großer südlich an Libyen angrenzender Staat wird derzeit von einer Übergangsregierung unter dem Präsidenten Mahamat Idriss Déby Itno regiert. Er regiert seit April 2021 und folgte seinem Vater, der einem Anschlag von Rebellen aus dem Norden des Landes zum Opfer fiel. Idriss Déby Itno wird vom Militär des Landes gestützt und geschützt. Ursprünglich sollten im vergangenen Oktober Wahlen im Tschad abgehalten werden. Aufgrund de anhaltenden Spannungen mit den nördlichen Rebellen wurde aber die Amtszeit der jetzigen Übergangsregierung um weitere zwei Jahre verlängert - so zumindest die offizielle Begründung.
Einige Länder der EU und insbesondere die bunte Regierung in Berlin fühlten sich aufgerufen, ihr Missfallen gegen die Entscheidung im Tschad kundzutun. Man sprach mehrfach bei der Regierung in N'Djamena, der Hauptstad des Tschad vor und vor allem der Botschafter Jan-Christian Gordon Kricke scheint sich ein bisschen zu oft und zu weit aus dem Fenster gelehnt zu haben. Ähnlich wie seine Chefin (in Deutschland ist der Botschafter dem Außenministerium unterstellt) fühlte sich Kricke offensichtlich bemüßigt, sich massiv in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einmischen zu dürfen.
Während Baerbock bei ihren Reisen zielsicher von einem Fettnapf in den nächsten Tritt und sich mit ihren Verhaspelungen nur noch blamiert und lächerlich macht, danach das besuchte Land aber wieder verlässt, bleiben Botschafter hingegen dauerhaft vor Ort. Und können so durchaus irgendwann zu einem echten Ärgernis werden oder eben einfach nur noch mit ihrer permanenten Besserwisserei nerven. Dann bleibt dem gastgebenden Land nur noch die Option der Ausweisung. So ist es Kricke ergangen. Nachdem er bereits mehrfach von der Regierung des Tschad Ordnungsrufe erhalten habe, sein Verhalten aber nicht geändert hat, wurde er jetzt zur persona non grata erklärt und aufgefordert, das Land zu verlassen. Ihm bleiben 48 Stunden.
Übrigens: neben »German Angst« hat es ein weiterer deutscher Begriff in den internationalen politischen Sprachgebrauch geschafft: »Besserwisser«!!!
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