Trumps Glaubwürdigkeit in puncto Unabhängigkeit bei den Wählern nimmt zu

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Trumps Glaubwürdigkeit in puncto Unabhängigkeit bei den Wählern nimmt zu
Datum: 19.10.2016 - 11:11 Uhr

Großspender organisierten jüngst eine Privatparty, um den Präsidentschaftswahlkampf von Hillary Clinton zu unterstützen. Zu den Gästen gehörten Größen der Wirtschaft und des Show-Business, die sich ein Ticket für 33.000 US-Dollar auch leisten konnten. Unterhalten von Elton John, dessen Auftritt vermutlich auch knapp oberhalb des Hartz-IV-Satzes gelegen haben durfte, wurde reichlich gespendet, sodass am Ende des Abends satte fünf Millionen Dollar zusammen kamen.

Diese Art von Unterstützer finden sich bei Clinton reichlich. Neben Saudi-Arabien, das derzeit wieder einmal wegen Menschenrechtsverletzungen im Kreuzfeuer der Kritik diverser Menschenrechtsorganisationen steht, gehören zu den eifrigsten Spendern Leute wie Steven Spielberg, Will Smith und der umtriebige Finanzgigant George Soros. Diese und viele weitere Personen beweisen nachdrücklich, dass Clinton Kandidatin der politischen, finanziellen und medialen Elite ist und kaum die Interessen des Ehepaars John und Jane Doe (das US-Gegenstück zu unserem Otto Normalverbraucher) vertreten kann.

Genau mit deren Interessenvertretung jedoch punktet Donald Trump. Während Clinton allein in den beiden letzten Monaten mehr als 300 Millionen US-Dollar an Spendengeldern zugesteckt bekam, bestritt Trump den gesamten Wahlkampf mit einem Spendevolumen von etwas über 260 Millionen US-Dollar an Spendengeldern. Den Rest von schätzungsweise bis zu sechs Milliarden US-Dollar (siehe »Spielgel«: US-Wahlkampf kostet sechs Milliarden Dollar) zahlt Trump aus der eigenen Tasche.

Er, so Trump, mache sich nicht abhängig von Menschen, die für ihre Leistung irgendwann auch eine Gegenleistung erwarte. Und diese müsse, so Trump weiter, nicht unbedingt im Interesse des US-amerikanischen Volkes sein. Wenn man sich, so wie Clinton, aber einmal in die Abhängigkeit anderer Interessen begeben hat, ist es nicht möglich, sich davon zu befreien.

Da viele US-Amerikaner diese Sichtweise Trumps teilen, liegen die Prognosen in den USA auch dichter beieinander als es die Qualitätsmedien in Deutschland den Menschen hierzulande permanent vorgaukeln wollen. Ja, Clinton führt. Mit 6,9 Prozentpunkten Vorsprung (RealClearPoltitics: Election 2016) . Aber Trump hat sich von der Delle, die ihn vor ein paar Tagen erwischt hatte, wieder erholt. Und mit jeder weiteren Veröffentlichung der Hinterzimmer-Absprachen und Hinterzimmer-Geschäften Clintons durch Wikileaks wird ihr Vorsprung vermutlich schmelzen.

Sven von Storch

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