Trump punktet innenpolitisch auf ganzer Linie

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Trump punktet innenpolitisch auf ganzer Linie
Datum: 07.08.2017 - 10:39 Uhr

Vor einem Jahr, als die Obama-Regierung in den letzten Zuckungen lag, hatte das PEW-Institut die Menschen in den USA gefragt, ob sie glauben, dass sie heute besser lebten als ihre Vorfahren vor 50 Jahren. Ganze 18(!) Prozent der Befragten schlossen sich dieser Sichtweise an. aktuell, nach nicht einmal einem Jahr Trump-Präsidentschaft, sind 44 Prozent der Befragten der Ansicht, dass es ihnen heute besser gehe als den Menschen in den USA vor 50 Jahren. Das ist ein eindeutiges Ergebnis und eine klare Aussage. 

Überhaupt ist die Politik, die Trump für seine Bürger macht, die konsequente Umsetzung seines Wahlkampfslogans »Make America great again«. Der Austritt aus dem Pariser Klimaabkommens hat den USA zu viele Fesseln auferlegt, so Trump, während andere Länder, die eine nicht minder die Umwelt belastende Politik als die USA verfolgen, verschont bleiben sollen. Das sei nicht gerecht und würde der Umwelt nicht wirklich helfen. 

Aber auch inneramerikanischen Regulierungen hatte Trump den Kampf angesagt. Die überbordende Verwaltung stünde dem grundsätzlich innovativen Geist des US-Bürgers im Weg. Eine Vereinfachung und Verschlankung des Staates müsse her, hatte Trump gesagt. Und macht Nägel mit Köpfen. Fast 400 Regulierungen, Beschränkungen und Hemmungen hat Trump in seiner bisherigen Amtszeit konsequent aus dem Weg geräumt. 

Die Zahl der illegalen Migration ist unter Trump um satte zwanzig Prozent zurück gegangen. Straftaten werden konsequenter verfolgt, das Eigentum von Straftätern kann leichter beschlagnahmt werden und auch bei den Drogendelikten wurde eine härtere Gangart eingeschlagen. Das Sicherheitsgefühl der US-Bürger nimmt zu; auch das ist ein Ergebnis der Trumpschen Politik.

Doch die deutschen Qualitätsmedien berichten über andere Dinge: über Dinge, die für die meisten Bewohner der US-Bundesstaaten in der Wichtigkeitsskala eben nicht ganz oben stehen. Doch für die deutschen Qualitätsmedien und die Politiker der Altparteien wird ganz selbstverständlich der deutsche Wertemaßstab auch für die US-Bürger angelegt; so, als wären die USA eine Kolonie Deutschlands und die Menschen dort müssten genau so denken und handeln, wie es jene Medien und Politiker gerne hätten. Aber dem ist nicht so.

Sven von Storch

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