Trump nominiert Coney Barrett als Richterin am Obersten Gerichtshof
Trump nominiert Coney Barrett als Richterin am Obersten Gerichtshof
Datum: 28.09.2020 - 10:36 Uhr
Coney Barrett ist für die Nachfolge der kürzlich verstorbenen Ruth Ginsburg als Verfassungsrichterin für den Obersten Gerichtshof der USA nominiert worden. Die 48-jährige siebenfache Mutter ist aktuell Richterin am Bundesberufungsgericht für den siebten Gerichtskreis, der die US-Bundesstaaten Illinois, Indiana und Wisconsin umfasst. Mit ihrer Familie lebt sie in Southbend im US-Bundesstaat Indiana, stammt allerdings ursprünglich aus New Orleans (Louisiana).
Die Juristerei wurde ihr von ihrem Vater in die Gene gelegt, der seinerseits Anwalt für die Shell Mineralölgesellschaft war. Nach einem Studium der Englischen Literatur, welches sie mit magna cum laude abschloss, studierte sie Jura und erhielt 1997 ihren Juris Doctor. In ihren Anfangsjahren lernte sie bei bekannten Richtern am Bundesberufungsgericht respektive am Obersten Gerichtshof der USA, bevor sie selbst 2002 als Lehrende an die Universität von Notre Dame berufen wurde. Dort lehrte sie bis 2017, zuletzt mit einer Professur mit den Schwerpunkten Zivilprozessrecht und Verfassungsrecht. Im selben Jahr übernahm sie dann ihre derzeit aktuelle Tätigkeit.
US-Präsident Donald Trump hat eine trotz ihres relativ geringen Alters durch und durch erfahrene Juristin nominiert. Im linken Lager der US-Demokraten heult man dennoch laut auf. Denn Coney Barrett gilt als der Schule des Originalismus bzw Textualismus zugehörig, der zufolge die Auslegung der Verfassung der USA sich dicht an den Urvätern orientieren sollte. Sie gehört der Federalist Society an, einer juristischen Vereinigung mit über 70.000 Mitgliedern. Aus Sicht der konservativen Juristenvereinigung sollten Richter keinesfalls neue Rechte schaffen, die dem Wortlaut der geschriebenen Verfassung ursprünglich nicht zu entnehmen waren.
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